Fidelity Analystenumfrage 2018 Wo die Schwellenländer Spitze sind

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Analysten sind zuversichtlich – auch für die Schwellenländer

Dabei legen Werte über 5 generell eine überwiegend optimistische Bewertung nahe. Die Analysten wurden für das Stimmungsbarometer danach gefragt, wie sie das Vertrauen der Unternehmen in die Zukunft einschätzen. Auf einer Skala von 1 bis 10 steht dabei die 1 für die negativste und die 10 für die positivste Bewertung. Außerdem verzeichnen die Analysten „große Fortschritte“ bei Umwelt, Sozialem und guter Unternehmensführung (ESG*).

Ein weiteres Indiz für einen intakten wirtschaftlichen Aufschwung: In der Region „Asien-Pazifik ohne Japan und China“ lässt sich nach Einschätzung der Analysten kaum ein Unternehmen beunruhigen durch Indikatoren, die auf ein Ende des Konjunktur- oder Marktzyklus hindeuten könnten.

Asien-Pazifik ohne Japan und China: Noch nicht das Ende

Reagieren Ihre Unternehmen auf Indikatoren, die auf ein Ende des Konjunktur- oder Marktzyklus hindeuten?

Unterm Strich gilt: Je nachdem, welchen Sektor man betrachtet, variiert die Bewertung der Region. Vor allem für Unternehmen wie Rohstoffproduzenten können die anstehenden Regulierungsänderungen bedeutsam sein, da sie im vergangenen Jahr noch von Anti-Dumping-Regeln, Importzöllen und Angebotskürzungen profitiert haben.

Osteuropa, Nahost, Afrika und Lateinamerika: Viele Lichtblicke

Nicht nur der Anstieg des Stimmungsindikators von 6,4 auf 6,5 ist ein Grund zur Freude in den osteuropäischen Schwellenländern, der EMEA-Region sowie in Lateinamerika. Auch gestiegene Rohstoffpreise sowie das Abflauen manch eines Skandals erfreuen die Unternehmen in der EMEA-Region und in Lateinamerika. Zwei Drittel der Analysten in diesen Regionen berichten von optimistischen Firmenchefs und verorten die Unternehmen in der Expansions- oder mittleren Wachstumsphase. Dank steigender Inflation sollten die Unternehmer ihre Margen vielfach steigern können. Das bringt auch Lohnsteigerungen mit sich.

Allerdings sind die Bilanzen in den genannten Regionen bei Weitem nicht so solide wie in anderen Ländern: Fast ein Drittel der Analysten schätzen sie als „eher angespannt“ ein. Hinzu kommt, dass fast die Hälfte der Analysten davon ausgeht, dass sich die US-Politik unter dem Präsidenten Donald Trump in den kommenden zwei Jahren moderat negativ auf die Regionen auswirken könnte. Anders als in Europa oder Japan hinken Unternehmen in der EMEA-Region und Lateinamerika beim Thema ESG hinterher, genauso wie in China. Damit vergeuden sie Wirtschaftspotenziale. Außerdem sind Bestechlichkeit und Korruption gerade in der EMEA-Region und in Lateinamerika längst nicht ausgemerzt.

*Die Abkürzung „ESG“ steht für Umwelt (Environment), Soziales (Social) und gute Unternehmensführung (Governance) auf Unternehmensebene

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