Fidelity-Ausblick 2019: Immobilien Auf der Suche nach Beständigkeit in einer unbeständigen Welt

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Wie sich stabile Renditen in einer instabilen Welt erzielen lassen

Mit der strafferen Zentralbankpolitik werden die Schwankungen an den Aktien- und Anleihemärkten zunehmen, da Anleger mit den sich verändernden finanziellen Bedingungen zurechtkommen müssen. Politische Risiken ausgehend vom Brexit, den Haushaltsdebatten in Europa und dem Handelskonflikt zwischen den USA und China werden die Turbulenzen weiter anheizen.

In diesem unsicheren Umfeld können Immobilienanlagen Schutz bieten durch ihre Diversifizierungsvorteile und stabilen Renditen. Da Betongold 2019 kaum noch an Wert gewinnen dürfte, kommt der Auswahl von Objekten mit den nachhaltigsten Renditen entscheidende Bedeutung zu. Zugleich trägt eine Begrenzung der Wechselkursrisiken in Immobilienportfolios zum Schutz vor politischen Risiken bei, die häufig plötzliche Verwerfungen an den Devisenmärkten auslösen.

Die „richtige Art von Immobilien“ beziehungsweise die Auswahl vielversprechender Mieter wird vor diesem Hintergrund noch wichtiger. So sollte man beispielsweise im Einzelhandel vor den Bedrohungen durch das Online-Shopping auf der Hut sein. Geschäfte, die Produkte anbieten, die wie Möbel oder schwere Heimwerkerprodukte nicht ohne Weiteres im Internet gekauft werden können, laufen weniger Gefahr, vom weiteren Siegeszug des Internethandels überrollt zu werden, als traditionelle Mode- oder Kaufhäuser.

Eine zentrale Voraussetzung für stabile Mieterträge sind nachhaltige Cashflows der Unternehmen. Am Büroimmobilienmarkt sind die hohen Zuwachsraten bei Firmen, die Coworking-Räume anbieten, ein Phänomen, das wir seit zwei Jahren beobachten: WeWork beispielsweise hat sich 2018 zum größten Mieter von Büroflächen in London gemausert. Allerdings musste sich dieses Geschäftsmodell bislang noch nicht in einem Abschwung bewähren. Solche Objekte sind daher möglicherweise nicht die beste Quelle für nachhaltige Erträge in einem Immobilienportfolio.

Das letzte und möglicherweise wichtigste Kriterium bei Anlageentscheidungen im Jahr 2019 dürften Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren sein. Gebäude tragen rund 40 Prozent zu den globalen CO₂-Emissionen bei. Daher legen Unternehmen immer mehr Wert auf Immobilien mit möglichst niedrigem Energieverbrauch; nicht nur um Geld zu sparen, sondern auch aus Imagegründen.

Fazit: Immobilienanlagen mit Umsicht auswählen

2019 dürften sich sorgfältig ausgewählte Immobilienanlagen als stabile Renditequelle in einer unsicheren Welt bewähren. Zugleich steigen die Risiken in einigen der heiß gelaufenen Premium-Märkte: Hier sind die Verlustrisiken größer als die Ertragschancen.

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