Fidelity International baut sein europäisches ETF-Geschäft aus und nimmt dafür ein neues Feld ins Visier: Buffer-ETFs. Bei der irischen Aufsicht hat der Anbieter gleich vier solcher Strategien zur Zulassung angemeldet und will damit von Beginn an ein breites Angebot stellen.

Die vier geplanten Produkte decken unterschiedliche Regionen ab – einen globalen, einen US-amerikanischen, einen europäischen und einen weltweiten Ansatz über alle Länder hinweg. Anleger erhielten damit regionale Aktienexposures, in die eine Verlustbegrenzung fest eingebaut ist.

Auf Anfrage unserer Redaktion hielt sich Fidelity bedeckt: Aus regulatorischen Gründen könne sich das Unternehmen zur Auflage dieser ETFs noch nicht äußern. Daher ist über das potenzielle Auflagedatum, sowie ISIN nichts bekannt. „ETFStream“ berichtet hingegen, dass die ETFs unter folgenden Namen lanciert werden sollen: Fidelity Global Equity Dynamic Buffer ETF, Fidelity US Equity Dynamic Buffer ETF, Fidelity Europe Equity Dynamic Buffer ETF, Fidelity All Country Equity Dynamic Buffer ETF.

Was Buffer-ETFs leisten

Buffer-ETFs gehören zu den Defined-Outcome-Produkten. Sie verbinden ein Aktieninvestment mit Optionsstrategien, die Verluste über einen festgelegten Zeitraum bis zu einem bestimmten Puffer abfedern. Dafür geben Anleger einen Teil der möglichen Kursgewinne ab. In den USA haben sich diese Strategien vor allem bei defensiven Anlegern und im Ruhestandsgeschäft durchgesetzt und verwalten inzwischen mehr als 100 Milliarden US-Dollar; in Europa steht das Segment dagegen noch am Anfang.

Der Wettbewerb im Segment der Buffer-ETFs nimmt europaweit zu. Erst in der vergangenen Woche kündigte BNP Paribas Asset Management seinen Einstieg an, auch Alliance Bernstein und Goldman Sachs arbeiten an eigenen Buffer-ETFs für Europa.