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Fidelity: Fondsmanager-Sause mit Folgen

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Fidelity Investments ist in eine Korruptionsaffäre verwickelt. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Bloomberg“. Demnach zahlt die US-Fondsgesellschaft in einem Vergleichsverfahren 8 Millionen US-Dollar an die amerikanische Börsenaufsicht SEC. Der Grund dafür sind Vorwürfe, dass sich Fidelity-Fondsmanager von Brokern bestechen ließen, über die sie ihre Wertpapierdeals abwickeln.

Der prominenteste unter den Beschuldigten ist Peter Lynch (64). Er war von 1977 bis 1990 Manager des Fidelity-Flaggschiffs Magellan Fund (ISIN: US3161841008), der in Deutschland nicht zum Vertrieb zugelassen ist. Der heutige Fidelity-Vizechef ließ sich auf Kosten der Broker unter anderem zu Vorstellungen der Musicals „Der Nussknacker“ und „König der Löwen“ einladen.

Weniger harmlos soll Fidelity-Wertpapierhändler Thomas Brudermann (39) seine Position ausgenutzt haben. Seinen dreitägigen Junggesellenabschied in Miami ließ auch er sich von Brokern sponsern. Der Spaß kostete inklusive Escort-Service sowie reichlich Ecstasy-Pillen und Marihuana satte 160.000 US-Dollar.

Insgesamt werden 13 Fidelity-Mitarbeiter der Untreue verdächtigt. Nach Unternehmensangaben sollen Anleger der Fondsgesellschaft durch ihre Vergehen nicht geschädigt worden sein. Allerdings ist zu erwarten, dass die Manager bei der Vergabe von Kauf- und Verkaufsaufträgen nicht allein die Kosten der Orderausführung im Blick hatten: Diese Transaktionskosten werden aus dem Fondsvermögen bezahlt.

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