Christian Wrede

Christian Wrede

Fidelity: Neue Software soll Haftungsrisiko von Beratern senken

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Wie funktioniert das Ganze also? SAM steht für Systematisches Anlage-Management in drei Schritten: Zunächst analysiert der Berater über das Programm Anlagebedarf und Risikoneigung des Anlegers und ermittelt daraus die geeignete Anlagestrategie. SAM wählt hierzu aus rund 8.000 Fonds von über 220 Anbietern die jeweils drei besten in den Anlageklassen Anleihen, Aktien und Rohstoffe aus.

Fonds müssen bestimmte Mindestkriterien erfüllen

Grundlage für die Auswahl ist die Erfüllung von Mindestkriterien wie etwa der Morningstar-Bewertung von mindestens vier Sternen. Zusätzlich analysiert SAM die Rendite der vorausgewählten Fonds mit Blick auf deren Verlustrisiken und Volatilität. Ziel ist es, dass sich das zusammengesetzte SAM-Portfolio vergleichsweise schwankungsarm entwickelt.

Die Zusammensetzung des Portfolios überprüft die Software quartalsweise, sie tauscht Fonds wenn nötig aus und passt die Asset Allocation jährlich wieder an das ursprünglich gewählte Risikoprofil an.  Gegen Ende des Anlagezeitraums schichtet das System in risikoreduzierte Geldmarktprodukte um. Für diese Komplettlösung braucht der Berater nur eine einmalige Dispositionsvollmacht des Anlegers.

Haftungsrisiko von Beratern sinkt

„Mit dieser Lösung eröffnen wir Beratern die Chance, mehr Zeit in die Beratung zu investieren, um zunehmend kritischere und anspruchsvollere Kunden für die Geldanlage zu begeistern und Vertrauen zurückzugewinnen“, sagt Christian Wrede, Vorsitzender der Geschäftsführung von Fidelity Worldwide Investment in Deutschland.

SAM soll das Haftungsrisiko unabhängiger Finanzberater und Berater von Versicherungen und kleinen Banken senken. Das liegt am standardisierten Beratungsansatz mit detaillierter Dokumentation gemäß Paragraf 34f Gewerbeordnung und Finanzanlagenvermittlungs­verordnung.

Ab einem Anlagebetrag von 10.000 Euro zu haben

SAM ist ab Anlagebeträgen von 10.000 Euro erhältlich, auch in Verbindung mit Sparplänen. Neben einem einmaligen Ausgabeaufschlag, der je nach Portfoliozusammenstellung maximal 3 Prozent der Anlagesumme beträgt, fällt ein jährliches Serviceentgelt als All-Inclusive-Gebühr an. Das Serviceentgelt beträgt – ebenfalls abhängig von der Portfoliostruktur – maximal 1 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer auf den durchschnittlichen, quartalsweise ermittelten Anlagebetrag.

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