Sitz der deutschen Tochter des russischen <br> Energieriesen Gazprom in Berlin; <br> Schwellenmarkt-Indizes werden zu stark von Einzel- <br> werten beeinflußt; Quelle: Gazprom Germania

Sitz der deutschen Tochter des russischen
Energieriesen Gazprom in Berlin;
Schwellenmarkt-Indizes werden zu stark von Einzel-
werten beeinflußt; Quelle: Gazprom Germania

Fidelity warnt vor Schwellenmarkt-Indizes

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Dies ergibt eine Analyse der MSCI Indizes der Emerging Markets über die vergangenen zehn Jahre, die von Fidelity durchgeführt wurde. „Schwellenländer-Indizes sind in ihrer Zusammensetzung nicht mit Indizes industrialisierter Länder vergleichbar“, so die Fondsgesellschaft. In Kolumbien, Mexiko, Russland und Tschechien beispielsweise wird der jeweilige MSCI Index ganz wesentlich durch die Wertentwicklung eines Unternehmens beeinflusst.
In Ägypten, Chile, Indonesien, Indien und Brasilien erreichen die drei größten Unternehmen im jeweiligen Länderindex zusammen immerhin eine Gewichtung von mindestens 30 Prozent. So enthält der MSCI Indonesia zwar insgesamt 22 Unternehmen, die drei Schwergewichte Astra International, Telekomunikasi Indonesia und Bank Central Asia haben gemeinsam aber einen Anteil von 37 Prozent. Neben der Gewichtung der einzelnen Werte variiert auch die Anzahl der Unternehmen in den Indizes der Schwellenländer drastisch. Der Extremfall ist der peruanische MSCI Länderindex, der nur drei Unternehmen enthält. Dagegen umfassen der MSCI South Africa 45, der MSCI India 61 und der MSCI Brazil sogar 76 Unternehmen. „Unter dem Strich hängt der Verlauf einzelner Schwellenländer-Indizes damit sehr häufig von der Entwicklung einiger weniger oder gar eines einzelnen Unternehmens ab“, so Fidelity. Enttäuscht ein Schwergewicht, zieht es im Extremfall den kompletten Index nach unten - selbst wenn alle anderen Unternehmen im Index positiv abschneiden.