Leichter gesagt als getan: Die AIFMD-Richtlinie soll am 22.Juli umgesetzt sein. Bild: Fotolia

Leichter gesagt als getan: Die AIFMD-Richtlinie soll am 22.Juli umgesetzt sein. Bild: Fotolia

Finanzaufsicht spinnt ihr Info-Netz

//
Die Aufsicht alternativer Investmentfonds muss zusammenwachsen. Um sich den Richtlinien der Direktive für Alternative Investment Fonds Manager (AIFMD) anzupassen, handeln die EU-Aufsichtsbehörden Verträge zur Kooperation mit Dritt-Ländern aus. Die Direktive soll bis zum 22. Juli 2013 umgesetzt sein.

Jetzt hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtbehörde (kurz: Esma) mit sieben weiteren Aufsichtsbehörden in Nicht-EU-Staaten Abkommen geschlossen. Esma handelt stellvertretend für die 31 Finanzmarktaufsichten aus der EU. Die Vertragspartner kommen aus den Ländern Malaysia, Mexiko, Japan, Bahamas und den USA. Es geht um die Aufsicht von alternativen Investments, inklusive Hedgefonds, Private Equity und Immobilienfonds. Das teilte die Behörde mit.

Die sogenannten Memoranda of Understanding (MoUs) erlauben den Behörden, Informationen auszutauschen, sich grenzüberschreitend zu treffen und sich gegenseitig bei der Einführung neuer rechtlicher Regeln zu helfen. Zuletzt hatte die Esma im Mai 31 dieser MoUs vereinbart. Die chinesische Aufsicht gehört noch nicht dazu, mit der verhandelt Esma noch.

Laut Esma sind solche Vereinbarungen Grundvoraussetzung für die neue europäische Richtlinie namens „Alternative Investment Fund Managers Directive“ (AIFMD). Sie soll am 22. Juli in jedem EU-Land gelten und Fondsmanager von Alternativen Investmentfonds regulieren. Manager aus Drittländern können durch sie Zugang zum EU-Markt bekommen. Und ein Verwalter aus der EU kann das Fondsmanagement in ein Drittland abgeben.

Die neuen Vertragspartner:

Commodity Futures Trading Commission, USA
Financial Services Agency, Japan
Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie, Japan
Ministerium für Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, Japan
Wertpapier-Kommission, Malaysia
Nationale Aufsicht für Banken und Wertpapiere, Mexiko
Wertpapieraufsicht, Bahamas

Mehr zum Thema
"Subkultur im Finanzmarkt“: SPD-Abgeordneter über das Honorarberatergesetz „Ich will nicht mit den Arbeitsplätzen meiner Mitarbeiter spielen“ Top Ten Financial Network: „Die Regulierung sollte differenzierter sein“