Finanzberatungsnorm DIN 77230 soll Anfang 2019 starten

Kalus Möller ist Chef des Defino Instituts für Finanznorm. Das Institut hat den Anstoß zur neuen DIN 77230 gegeben. | © Defino

Kalus Möller ist Chef des Defino Instituts für Finanznorm. Das Institut hat den Anstoß zur neuen DIN 77230 gegeben. Foto: Defino

Die DIN-Norm 77230 „Basisanalyse für Privathaushalte“ liegt jetzt in endgültiger Fassung vor. Alle Änderungswünsche seien diskutiert und eingearbeitet worden, heißt es vom Defino Institut für Finanznorm, das das Norm-Projekt angestoßen hatte. Damit ist der Weg frei für eine Veröffentlichung der DIN-Norm Anfang 2019.

Interessierte können sich auf der Finanzmesse DKM am 24. Und 25. Oktober in Dortmund über Nutzen und Einsatzmöglichkeiten der DIN 77230 in einem „Themenpark DIN-Norm“ und einem Kongress zum Thema informieren.

Die DIN-Norm 77230 soll Finanzberatern eine Anleitung fürs Kundenerstgespräch geben. Anhand eines festgelegten Themengerüsts sollen sie sich einen kurzen Überblick über den finanziellen Hintergrund ihrer Kunden verschaffen können. Berater, die sich ab dem kommenden Jahr nach DIN 77230 zertifizieren lassen wollen, müssen nicht zwingend eine Zulassung nach Gewerbeordnung vorweisen oder einem Haftungsdach angehören. Die Norm ist vielmehr ein Angebot an jeden Interessierten, der Finanzberatung anbieten möchte.

Kritiker des Normprojekts werfen ein, dass bereits die Finanzmarktregulatorik umfangreiche Vorgaben für Berater mache. Die zukünftige DIN-Norm würde dem nichts grundlegend Neues hinzufügen.

Defino und DIN-Institut haben mittlerweile schon das nächste gemeinsame Projekt in Angriff genommen: Neben der Privatanlager-adressierten Norm 77230 soll es bald auch eine Beratungsnorm für Finanz-Analyse für Freiberufler, Gewerbetreibende, Selbstständige und Kleine KMUs“ geben.