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Finanzfrage der Woche: Bin ich noch geschützt, wenn meine Krankenkasse pleite geht?

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Seit Einführung des Gesundheitsfonds ist alles neu, wenn es um die Finanzen der Krankenkassen geht: Den Beitragssatz bestimmt jetzt die Politik für alle Kassen, reicht das nicht, können die Kassen Zusatzbeiträge erheben. Und ist selbst das nicht genug um die Kosten zu decken, können die Krankenkassen neuerdings auch pleite gehen.

Seit ein paar Wochen häufen sich  in den Medien die Berichte um finanzielle Schieflagen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Neben der City-BKK, der BKK für Heilberufe und der Gemeinsamen BKK Köln soll auch der DAK finanziell langsam die Puste ausgehen.

Krankenversicherte kommen bei anderen Kassen unter

Was passiert aber, wenn die eigene Krankenversicherung bankrott ist? „Die Versicherten erleiden auf gar keinen Fall einen Nachteil, weil sie anschließend zu anderen Krankenkassen gehen können und dort automatisch aufgenommen werden“, sagt der Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums Christian Lipicki.

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Auch der GKV-Spitzenverband beruhigt Versicherte. Schritt für Schritt geschehe folgendes: Versicherte und Arbeitgeber erfahren von der Kasse, dass sie schließt. Die Betroffenen haben dann Zeit, sich eine neue Kasse zu suchen und zwar bis  zwei Wochen nach der Schließung.

Erfährt ein Kassenmitglied also etwa am 15. Juni, dass seine Kasse zum 30. Juni schließt, hat er bis zu 14. Juli Zeit, sich nach einer Alternative umzusehen. Seinem Arbeitgeber muss er bis zu diesem Stichtag eine neue Mitgliedsbescheinigung vorlegen. Die Mitgliedschaft bei der neuen Kasse beginnt dann rückwirkend zum 1. Juli.

Laufende Fälle klären die Kassen unter sich

Wer während des Wechsels Leistungen von seiner Kasse bekommt – also beispielsweise krankgeschrieben ist –, braucht sich nicht darum zu kümmern, meint der GKV-Spitzenverband: Die Krankenkassen würden diese laufenden Fälle untereinander klären.

Übrigens: Wählt der Kassenpatient keine neue Krankenkasse, macht das der Arbeitgeber. Für Empfänger von Arbeitslosengeld I oder II nimmt das Recht die Bundesagentur für Arbeit wahr, für Rentner der Rentenversicherungsträger.

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