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Finanzfrage der Woche: Wie funktionieren Investmentfonds?

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Der wichtigste Vorteil von Investmentfonds: Anleger können mit geringem Geldeinsatz ihre Anlage über viele Objekte streuen. Denn Investmentfonds sind nichts anderes als Geldtöpfe. Viele Anleger kaufen die Anteile am Fonds. Der Fondsmanager investiert das Geld und teilt die Erträge auf die Anleger entsprechend ihrer gehaltenen Anteile auf.

Die Töpfe sind teilweise geschlossen, bei offenen Investmentfonds können Anleger aber jederzeit weitere Anteile kaufen oder ihre Anteile zurückgeben. Den Preis eines Anteils errechnet die Fondsgesellschaft Tag für Tag neu. Er richtet sich nach dem Wert der im Fondsvermögen enthaltenen Investments: Gesamtwert geteilt durch Anzahl aller existierenden Fondsanteile ergibt den Anteilspreis.

Aktien, Renten & mehr - Welche Fondstypen es gibt

Was mit dem Geld der Fonds geschieht, entscheidet der Fondsmanager. Er darf es jedoch nicht völlig frei bestimmen, sondern muss der Strategie des Fonds folgen, die im Verkaufsprospekt festgehalten ist.

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Wurde der Fonds in Deutschland aufgelegt, unterliegt er zudem den Regeln des deutschen Investmentgesetzes. Anleger können mittlerweile aus einem Angebot von rund 8.000 Fonds unterschiedlichster Prägung wählen.

Sogenannte Kategorien geben bereits grob an, was im Fonds enthalten ist: beispielsweise globale Aktien, ausschließlich deutsche Aktien, Euro-Anleihen oder Immobilien. Es gibt sehr viele Kategorien, und es werden jährlich mehr. Ein neuer Trend der vergangenen Jahre waren beispielsweise Fonds, bei denen der Manager versucht, jedes Jahr mindestens einen Verlust zu vermeiden. Diese Produkte heißen Absolute-Return-Fonds.

Welche Fonds sind die besten in ihren Kategorien? Die Antwort gibt es im Fonds-Crashtest. 

Aufschläge und Gebühren - Was Fonds kosten

Beim Kauf eines Fonds zahlen Anleger im Normalfall einen Ausgabeaufschlag. Der beträgt bei Rentenfonds rund 3 Prozent, bei Aktienfonds kann er schon 5 Prozent der Anlagesumme ausmachen. Der Aufschlag geht weitestgehend als Provision an denjenigen, der dem Anleger den Fonds vermittelt.

Wie viel Aufschlag der Anleger letztlich zahlt, hängt auch davon ab, wo er den Fonds kauft. Viele Online-Banken oder -Fondsvermittler bieten reduzierte Sätze oder erlassen sogar den kompletten Aufschlag. Der Nachteil vor allem für Einsteiger: Ohne Aufschlag keine Beratung. Ausgabeaufschlag oben auf, andere Gebühren bereits eingerechnet

Der Ausgabeaufschlag ist die einzige Gebühr, die der Anleger zusätzlich zu seinem Einsatz zahlt. Alle anderen Kosten sind indirekte Gebühren und werden von der Wertentwicklung des Fonds abgezogen. Daher sind sie bereits im Anteilspreis (Rücknahmepreis oder kurz NAV für Net Asset Value) enthalten.

Trotzdem ist ein Blick auf die Kosten nicht ganz unwichtig, denn sie belasten schließlich den Gewinn. Einen Anhaltspunkt liefert die Total Expense Ratio (TER), die Gesamtkostenquote. Im Schnitt liegen die TERs bei deutschen Aktienfonds bei rund 2,0 und bei Rentenfonds bei etwa  1,1 Prozent des Fondsvermögens.

Sondergebühr bei sehr guter Wertentwicklung

Immer mehr in Mode kommt eine zusätzliche erfolgsabhängige Gebühr, die mit in die TER einfließt. Diese Performance Fee bekommt die Fondsgesellschaft, wenn der Fonds eine bestimmte Leistung erzielt. Oft reicht es, wenn er besser abschneidet als sein Vergleichsindex. Ob Verlust oder Gewinn ist dann meist egal.

Lesen Sie in der nächsten Woche, wo man Fonds kaufen kann, wie die Ausschüttung funktioniert und wie Fonds besteuert werden.

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