Sabine Groth (Freie Autorin)Lesedauer: 1 Minute

Geld, um zu wachsen Finanzinvestor übernimmt Engel & Völkers

Sven Odia, Engel & Völkers
Sven Odia, Engel & Völkers: Der Vorstandsvorsitzende des Immobilienvermittlers soll auch nach der Übernahme durch Permira seinen Job fortführen. | Foto: Engel & Völkers

Engel & Völkers will weiter wachsen und hat sich einen Finanzinvestor ins Haus geholt. Die Beteiligungsfirma Permira wird – voraussichtlich im vierten Quartal – Mehrheitseigentümer der Unternehmensgruppe. Knapp 40 Prozent der Anteile verbleiben bei der Familie Völkers und den beiden Vorständen Sven Odia und Thilo von Trotha.

Der Vorstand von Engel & Völkers soll als Geschäftsführung in seiner Zusammenstellung und unter dem Vorsitz von Sven Odia bestehen bleiben. Christian Völkers wird Vorsitzender des Beirats, in den außerdem Jörg Rockenhäuser und David Brückmann von Permira einziehen.

Engel & Völkers wurde 1977 in Hamburg gegründet und hat sich als Makler auf hochwertige Immobilien spezialisiert. Heute agieren rund 11.500 unabhängige Immobilienberater an 900 Standorten in mehr als 30 Ländern auf der Plattform des Unternehmens. „Wir rechnen bis zum Ende des Jahres mit über 1 Milliarde Euro Courtageumsatz“, so Odia. Mit der Beteiligung von Permira sollen weitere Länder, darunter Großbritannien, erschlossen und die Digitalisierung des Unternehmens vorangetrieben werden. Gegenüber dem Informationsdienstleister für die Immobilienbranche „Thomas Daily“ kündigte Odia an, die Zahl der Immobilienberater bis 2026 auf 20.000 ausbauen zu wollen.

Permira ist als Private-Equity-Investor in der deutschen Wirtschaft nicht unbekannt. So war das Unternehmen unter anderen an Hugo Boss, Takko Fashion, Flixbus, Rodenstock und Premiere beteiligt. Letzter Deal war das Göppinger Softwareunternehmen Teamviewer, das Permira  im September 2019 an die Börse gebracht hat und sich seitdem schrittweise aus dem Unternehmen zurückzieht.

 

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