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Uwe Wiesner, Portfolio-Manager bei Hansen & Heinrich: „Diskontzertifikate sind gerade für konservative Investoren eine exzellente Möglichkeit, erste Schritte am Aktienmarkt zu gehen“. Foto: Hansen & Heinrich

Uwe Wiesner, Portfolio-Manager bei Hansen & Heinrich: „Diskontzertifikate sind gerade für konservative Investoren eine exzellente Möglichkeit, erste Schritte am Aktienmarkt zu gehen“. Foto: Hansen & Heinrich

Finanzmärkte ohne klaren Trend

Discount-Zertifikate spielen ihre Stärke derzeit voll aus

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Gerade in der aktuellen Situation der Finanzmärkte mit hohen Schwankungen und ohne klaren Trend spielen Discountzertifikate ihre Stärke voll aus.

Mit einem Discountzertifikat kauft ein Anleger quasi eine Aktie oder einen Index mit einem Abschlag zum aktuellen Kurs. Im Gegenzug sind aber die Gewinne anders als bei einem Direktinvestment begrenzt. Das ist der Preis für den vergünstigten Einstieg, der gleichzeitig einen gewissen Schutz gegen Verluste bietet. Die Höhe des Discounts ist abhängig vom Basiswert und dessen Schwankungsbreite. Auch die Laufzeit und die Dividendenhöhe des Titels haben direkten Einfluss. Die Zertifikate gibt es in allen gewünschten Laufzeiten. Sie werden von großen Banken auf Indizes und Aktien aufgelegt. Rechtlich handelt sich bei einem Discountzertifikat um eine Schuldverschreibung mit Zusatzbestimmungen.

Ein Beispiel:

Der Dax notierte am 16. März bei 9.950 Punkten. Ein Discountzertifikat einer Großbank mit einem Cap-Preis von 8.550 Punkten kostete an diesem Tag 82,34 Euro. Am Fälligkeitstag, dem 16.12.2016, wird dieses Zertifikat mit 85,50 Euro zurückgezahlt, sofern der Dax über eben diesen 8.550 Punkten liegt.

Szenarien: Sofern der Dax am Fälligkeitstag oberhalb von 8.550 liegt, erzielt der Anleger seinen Maximalertrag von jährlich 4,97 Prozent (3,83 Prozent absolut). Das Zertifikat wird zum Höchstbetrag zurückgezahlt. Verluste erleidet der Anleger erst, wenn der Dax am Fälligkeitstag unter seinen Einstand von 8.234 Punkten fällt. Somit muss der Dax um 17,35 Prozent (von 9.950 auf 8.234 Punkte) fallen, ehe der Anleger Geld verliert. Solch massive Kursrückgänge erscheinen bis zum Jahresende unwahrscheinlich.

Schlechter als ein Direktinvestment ist das Discountzertifikat sofern der DAX-Index über 10.335 Punkte (9.950 plus Maximalertrag des Diskontzertifikats) steigt.

Resümee:

Discountzertifikate sind gerade für konservative Investoren eine exzellente Möglichkeit, erste Schritte am Aktienmarkt zu gehen. Sie bieten sehr attraktive Renditechancen, gepaart mit einem hohen Sicherheitspuffer. Discountzertifikate sind Direktinvestments in fallenden und stagnierenden Märkten deutlich überlegen. Selbst in nur leicht steigenden Märkten spielen sie ihre Stärke aus. Nur bei stark steigenden Kursen hinken sie der Entwicklung von Direktengagements hinterher. Gerade im aktuellen Umfeld, welches einer Achterbahnfahrt gleicht, sind sie das optimale Instrument, um an den Märkten gut schlafen und gut essen (Sicherheit und Ertrag) zu können. Darüber hinaus bieten sie ein deutlich besseres Chance-/Risikoverhältnis als Unternehmensanleihen und andere Schuldverschreibungen. Zeit also auf Rabattsuche an den Finanzmärkten zu gehen. Es wird sich lohnen.

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