Finanzmarktkrise trifft auch Emissionshäuser

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Nach MPC und Lloyd Fonds hat nun auch HCI als drittes börsennotiertes Emissionshaus seine Ergebnisprognosen für das laufende Jahr revidiert. Grund ist die Finanzmarktkrise, die auch bei geschlossenen Fonds für eine deutliche Zurückhaltung der Anleger sorgt. 

HCI rechnet deshalb mit einem Rückgang beim platzierten Eigenkapital auf 650 bis 750 Millionen Euro. Die Planung hatte bislang bei 880 Millionen Euro gelegen. Das Jahresergebnis nach Steuern soll damit einen Verlust von 9 bis 13 Millionen Euro ausweisen. Dabei war die Platzierung in den ersten neun Monaten dieses Jahres erfreulicher als im Vorjahr verlaufen und wies mit 508 Millionen Euro ein Plus von 16 Prozent aus. 

MPC hatte zuvor bekannt gegeben, wohl nur noch 750 bis 850 Millionen Euro einwerben zu können und damit einen Jahresüberschuss von 18 bis 23 Millionen Euro zu erwirtschaften. Im Vorjahr waren es 1,06 Milliarden Euro platziertes Eigenkapital und ein Überschuss von 45 Millionen Euro gewesen. Um die Eigenkapitalbasis des Unternehmens zu stärken, wird dieses Jahr keine Dividende ausgeschüttet.

Lloyd Fonds sieht sich gleichermaßen mit einer rückläufigen Fondsnachfrage konfrontiert. Auf Grund der allgemeinen Unwägbarkeiten wolle man aber keine Prognose für 2008 abgeben. Bereits im Juli hatte das Unternehmen seine Prognose um 35 Prozent auf 390 Millionen Euro reduziert. Es wird ein positives Ergebnis, jedoch im niedrigen einstelligen Millionenbereich erwartet.