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Otto Lucius ist Vorstandsmitglied und Regulierungsspezialist beim Beraternetzwerk Finanzplaner Forum. | © Axel Jusseit

Finanzplaner Forum „Dadurch würden unkalkulierbare Haftungsrisiken für Berater entstehen“

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Wenn Berater in die Verantwortung genommen werden sollen, ihre Kunden auf nachhaltige Investments aufmerksam zu machen, müssen zuerst allgemeingültige Bewertungsmaßstäbe her, um Kriterien für Anlagen nach ESG-Kriterien (ökologisch, sozialverantwortlich, gute Unternehmensführung) klar zu definieren. Dafür sprechen sich Vertreter des Beraternetzwerks Finanzplaner Forum aus.

In einer Stellungnahme zu einem Konsultationspapier der europäischen Aufsichtsbehörde Esma begrüßen die Vermittler-Vertreter zunächst die Idee der EU-Kommission, den Nachhaltigkeitsgedanken auch in der Finanzberatung zu verankern. Allerdings sollte das keine neuen Risiken für Berater mit sich bringen.

Solche Risiken erkennen die Interessenvertreter allerdings im aktuellen Umsetzungsvorschlag der Esma: „Wogegen wir uns wenden, ist die bedingungslose Verantwortung des Beraters, auf ESG-konforme Investments aufmerksam zu machen und bezogen auf deren Geeignetheit für den Verbraucher zu beraten, ohne dass es vorher zu einer Einigung über Bewertungsmaßstäbe gekommen ist“, heißt es in der Stellungnahme des Finanzplaner Forums.

Ein Wildwuchs an unterschiedlichen Bewertungsmaßstäbe könnte zu neue Haftungsrisiken für Berater und Finanzdienstleister mit sich bringen. „Wir fordern ein eindeutiges und harmonisiertes Klassifizierungsschema. Sonst wird es weder Klarheit und Vergleichbarkeit für Verbraucher geben, noch Rechtssicherheit in der Beratung“, sagt Otto Lucius, Experte für Regulierung des Finanzplaner Forums.

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