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Facebook-Gründer und -chef Mark Zuckerberg. Der Konzern will ab 2020 eine eigene Kryptowährung starten. | © Getty Images

Finanzprofessorin warnt „Facebooks Libra bedroht das Weltfinanzsystem“

Facebooks geplante Kryptowährung Libra könnte der gesamten Weltwirtschaft großen Schaden zufügen, befürchtet Katharina Pistor, Jura-Professorin an der New Yorker Columbia Law School.

In einem Gastbeitrag für die Online-Plattform "Project Syndicate" ruft die bekannte Juristin und Finanzexpertin dazu auf, dem von Facebook geplanten Krypto-Projekt einen Riegel vorzuschieben: „Wenn die Regierungen uns nicht vor Facebooks jüngster Überheblichkeit schützen, werden wir alle den Preis dafür bezahlen", warnt Pistor.

Bewusst keine Banken an Bord geholt

Die Idee, ein privates Zahlungssystem für 2,6 Milliarden Nutzer weltweit zu schaffen, möge zwar verheißungsvoll klingen. Allerdings würden Regierungen und Zentralbanken, wenn sie die Facebook-Währung unterstützten, unabsehbare Verpflichtungen auf sich laden: „Wie jeder Bankier und Geldpolitiker weiß, erfordern Zahlungssysteme Liquiditätsreserven in einer Höhe, die keine private Einrichtung bereitstellen kann“, argumentiert Pistor.

Laut Plan von Facebook soll Libra an einen Korb von Währungen geknüpft sein, darunter der US-Dollar. Das soll dem Libra Rückhalt verleihen und Wertschwankungen minimieren. Der Konzern habe mit Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und 27 Partnerunternehmen verhandelt. Bewusst sei Zuckerberg nicht an Geschäftsbanken herangetreten – denn die hätten Sicherheitsbedenken vorgebracht, vermutet Pistor.

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