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Finanztipp der Woche: Aktien für alle

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Schuldenabbau, drohende Handelskonflikte und mehr Regulierung: Diese Themen gehören laut den AGI-Experten endgültig ins Jahr 2010. Mittlerweile habe sich die Weltwirtschaft durch geld- sowie fiskalpolitische Maßnahmen stabilisiert, die Investitionsausgaben seien gestiegen und der Einzelhandel diene in vielen Staaten zunehmend als Konjunkturstütze. Auch der Risikoappetit an den Finanzmärkten habe wieder zugenommen, was sich in steigenden Aktienkursen und den gesunkenen Kursen an den Rentenmärkten niederschlage.

„Das Renditetal bei Anleihen scheint durchschritten“, erklärt AGI. Ein Grund hierfür sei das angekündigte zweite „Quantitative Easing“-Programm durch US-Notenbankchef Ben Bernanke im August 2010, das die Inflationserwartungen angetrieben habe. Auch die zusätzlichen Belastungen des US-Staatshaushalts durch die Verlängerung von Steuererleichterungen dürften 2011 belastend auf die Rentenmärkte wirken.

Aktienmärkte attraktiv bewertet

Deshalb empfehlen AGI-Experten nun auch konservativen Anlegern, einen Blick auf die Aktienmärkte zu riskieren. Denn die Bewertungen seien im Vergleich zu Anleihen äußerst attraktiv. „Die Renditedifferenz zwischen Aktien (derzeit 8 Prozent) und zehnjährigen US-Staatspapieren (gut 3 Prozent) war in den letzten 20 Jahren nur selten so groß wie aktuell“, meinen die Finanzprofis. Hinzu komme eine attraktive Dividendenrendite bei europäischen Konzernen, die hohe Nachfrage der Schwellenländer und die strikte Kostendisziplin der Konzerne bei realistischen Gewinnerwartungen. Zusätzliche Unterstützung könne zudem durch Übernahmeaktivitäten, Aktienrückkaufprogramme und höhere Dividendenausschüttungen kommen.

Mehr als eine Billion US-Dollar von institutionellen Anlegern

Auch Pensionskassen und Versicherungen stehen laut AGI ebenso vor der Entscheidung einer Re-Allokation. „Den letzten verfügbaren Zahlen vom dritten Quartal 2010 zufolge verfügen US-Pensionskassen über Bestände in Anleihen und Geldmarktpapieren von mehr als einer Billion US-Dollar“, meint der Kapitalmarktanalyst Stefan Scheurer. Von etwaigen Umschichtungen dürften auch die Aktienmärkte profitieren.

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