Finanztipp der Woche: Heirat schützt vor Pleite nicht – warum ein Ehevertrag sinnvoll ist
Strittig und schwierig bei einer Scheidung ist vor allem die Frage, wie Immobilien oder geschlossene Fonds zu bewerten sind. „Hier gibt es erfahrungsgemäß großes Konfliktpotenzial“, so Peterreins. Ein Ehevertrag kann zum Beispiel auch den finanziell gesunden Ehepartner schützen, wenn sich die bessere Hälfte stark verschuldet.
Zugewinnausgleich: Das kann teuer werden
Und wer hätte das gedacht: Angenommen die Frau bringt ein stattliches Vermögen in die Ehe mit und der Mann hat keines. Auf einen Ehevertrag wird verzichtet. Wenn nun das Vermögen der Frau durch einen Aktiencrash oder ähnliches stark dezimiert wird, so kann der Mann bei der Scheidung dazu gezwungen werden, der Frau einen Teil dieses Verlusts im Rahmen des Zugewinnausgleichs zu erstatten.
Darüber hinaus hat die Ausgestaltung eines Ehevertrags für Peterreins einen praktischen Nebeneffekt. „Während ein Ehevertrag diskutiert wird und die Fakten in Sachen Finanzen auf den Tisch kommen, können sich bei einem Ehepartner Versorgungslücken auftun.“ Dies sei dann ein guter Anlass, über solche Fragen nachzudenken und für die klamme Hälfte zum Beispiel einen Sparplan einzurichten.