Quelle: Fotolia/DVAG

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Finanztipp der Woche: So bringen Eltern ihren Kindern das Sparen bei

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Studien haben es längst bestätigt: Eine gute Kinderstube ist auch bei Geldangelegenheiten ausschlaggebend. Menschen, deren Eltern gut mit Geld umgehen konnten und Wert auf einen Notgroschen legten, kümmern sich auch selbst aktiv um ihre Finanzen und sorgen vor.

Die Grundlage, um den Kindern einen vernünftigen Umgang mit Geld beizubringen, ist das Taschengeld. In regelmäßigen Abständen ausgezahlt, regt es Kinder zum Mitdenken an. Durch das Abwägen und Kaufen bekommen schon die Jüngeren ein Gefühl dafür, was günstig und kostspielig, was viel und wenig ist - und lernen so den Wert des Geldes kennen. Zudem müssen sie ständig bewusste Entscheidungen zu ihrem Konsumverhalten treffen, wie etwa, ob eine Anschaffung wirklich sinnvoll ist oder was genau sie sich leisten wollen.

Um Kindern einen optimalen Lerneffekt durch ihr Taschengeld zu ermöglichen, sollten Eltern einige Grundregeln einhalten. So sollten Kinder ihr Taschengeld stets pünktlich und regelmäßig bekommen, damit sie planen können, raten Mitarbeiter der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Geht der Tochter oder dem Sohn das Geld schnell aus und fragt der Nachwuchs deshalb nach Extra-Euros, dürfen Eltern bloß nicht automatisch in die Tasche greifen. Sie sollten vielmehr mit dem Kind besprechen, warum es bereits alles ausgegeben hat und wie es dies in Zukunft vermeiden kann.

Monatlicher Zahltag ab zehn Jahren

Wie viel Taschengeld Kinder und Jugendliche bekommen, hängt vom Einkommen der Eltern ab. Wird beispielsweise Vater oder Mutter arbeitslos, muss unter Umständen auch der Nachwuchs vorübergehend zurückstecken. Des Weiteren spielt es eine Rolle, wie alt das Kind ist und was es sich vom Taschengeld selbst kaufen soll.

Weil Kinder bis zum zehnten Lebensjahr selten einen ganzen Monat finanziell planen können, ist zunächst eine wöchentliche Auszahlung sinnvoll. Später sollten Kinder dann auch längere Perioden finanziell überschauen lernen

Als Richtgröße empfiehlt das Bundesfamilienministerium, Kindern im Alter von weniger als 6 Jahren wöchentlich 50 Cent zu geben. Kinder im Alter zwischen 6 und 7 Jahren sollten 1,5 bis 2 Euro wöchentlich bekommen. Für 18-Jährige sieht das Ministerium 70 Euro monatlich als altersgemäß an. Eine genaue Übersicht mit den Taschengeld-Richtgrößen finden Sie hier.

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