Sven Lorenz

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Finanzwart-Umfrage: „Nachwirkung der Finanzkrise sind immer noch zu spüren“

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Das Sicherheitsbedürfnis von Treasury-Abteilungsleitern ist nach wie vor hoch. Dennoch bewerten sie 2010 das Thema Sicherheit niedriger und die Rendite höher als noch in 2009. Die Global Cash Management-Studie von J.P. Morgan Asset Management zeigt, dass Liquidität sowie finanzielle Bonität der Geschäftspartner (Kontrahentenrisiko) weiterhin große Bedeutung haben.

„Die Nachwirkung der Finanzkrise sind also immer noch zu spüren“, sagt Sven Lorenz, Verantwortlicher bei J.P. Morgan Asset Management für institutionelle Geldmarktfonds. 427 Abteilungsleiter Treasury wurden weltweit befragt. Demnach ordnen 68 Prozent der Befragten der Liquidität die höchste Priorität ein (Vorjahr: 71 Prozent). Das Kontrahentenrisiko fiel auf den dritten Rang mit 64 Prozent zurück (2009: 68 Prozent). Weniger wichtig als während der Krise sind auch Währungsrisiken (48 Prozent). Dagegen auf den zweiten Rang vorgeschoben hat sich die Sorge um die Einhaltung der Cash-Prognosen (65 Prozent). Zunehmende Bedeutung haben auch die Zinsrisiken (plus 10 auf 43 Prozent).

Ein weiterer Trend ist die vorsichtig zurückkehrende Risikobereitschaft: Laut der Umfrage steigen zwar die Ertragserwartungen bei den Befragten, aber ein höheres Risiko einzugehen ist keiner bereit. Dementsprechend sind Anlagen mit hohen Ratings wie Geldmarktfonds mit AAA-Rating besonders gefragt. Gerade in Deutschland gewinnen die liquiden und risikoarmen Geldmarktfonds bei den Leitern der Treasury-Abteilungen an Bedeutung, so Lorenz.

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