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Die Fintech-Chefin Blythe Masters hält nicht viel von der digitalen Währung Bitcoins. Foto: Getty Images.

Die Fintech-Chefin Blythe Masters hält nicht viel von der digitalen Währung Bitcoins. Foto: Getty Images.

Fintech-Chefin über digitale Währung

Blockchain statt Bitcoins

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Blythe Masters, Chefin des New Yorker Technologie-Startups Digital Asset Holdings, reizen Bitcoins recht wenig. "Mich haben Kryptowährungen nie besonders gefesselt", sagte Masters am Dienstag beim Bloomberg Markets Most Influential Summit in New York.

Ihr Interesse gilt der Blockchain, der Technologie hinter Bitcoins, um die aufgrund der Möglichkeit einer Neugestaltung des Wall-Street-Handels viel Rummel gemacht wird. Die Blockchain-Technologie - eine gemeinsam genutztes, kryptographisch sicheres Transaktionsbuch - könnte den führenden Finanzinstituten Milliardensummen bei der Abwicklung von Handelsgeschäften und anderen Finanztransaktionen einsparen. Gleichzeitig würde die Effizienz gesteigert und das Fehlerpotenzial vermindert werden.

Blockchain schüchtert selbst Finanzprofis noch ein

"Es gibt eine ziemliche lange Liste positiver Eigenschaften", erklärte Masters, die im März bei Digital Asset Holdings angefangen hatte. Ihr Unternehmen entwirft Software, die Banken, Börsen und andere Marktteilnehmer nutzen können, um Finanztransaktionen mit der Blockchain-Technologie effizienter zu gestalten.

Die Finanzwelt nimmt derweil das Potenzial der Blockchain als ein Marktinstrument genauer unter die Lupe. JPMorgan Chase & Co., Deutsche Bank AG und Credit Suisse Group AG gehören zu einer Reihe von Banken, die mit dem Startup R3 zusammenarbeiten, um Standards und Protokolle für den Einsatz der Blockchain zu entwickeln. Die Ausführung und Abwicklung von Handelsgeschäften soll dadurch an Märkten wie für syndizierte Kredite und Rückkaufvereinbarungen beschleunigt werden.

Einer aktuellen Studie zufolge sind an der Wall Street 94 Prozent der befragten Fachleute für Finanzdienstleistungen der Ansicht, dass die Blockchain im Finanzbereich eingesetzt werden könnte. Einige Firmen nutzen die Technologie bereits als Mechanismus bei Abhebungen an Geldautomaten und zur Aufzeichnung im Zusammenhang mit Goldbarren und von Eigentumsrechten bei Grundbesitz. Trotzdem kann die Blockchain selbst für Finanzprofis etwas einschüchternd wirken.

Wall-Street-Veteranin mischt Tech-Startup auf

"Auf der einfachsten Ebene ist die Blockchain nicht viel mehr als eine ausgefallene Art von Datenbank", erklärte Masters.

Bevor sie bei dem Startup an Bord ging, war Masters mehr als zwei Jahrzehnte lang bei JPMorgan Chase & Co. tätig. Bekannt wurde sie in den 1990er Jahren, als sie an der Entwicklung von Kreditausfallversicherungen mithalf, die Anlegern die Absicherung von Risiken bei Anleihen ermöglichen. Sie leitete verschiedene Kreditabteilungen und wurde Finanzchefin bei der Investmentbank, bevor sie Ende 2006 zur Leiterin des Rohstoffgeschäfts ernannt wurde.

Mit 46 Jahren ist sie bei Digital Asset Holdings "mit erheblichem Abstand" die älteste Person. Manchmal führte der Altersunterschied zu einem Kampf der Kulturen zwischen der Wall- Street-Veteranin und den Angestellten des Tech-Startups.

"Wir mussten eine Kleiderordnung aushandeln", erzählte Masters. "Ich habe sie nicht dazu gebracht, Anzüge zu tragen. Es könnte schlimmer sein."

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