Firmenkunden und Institutionelle

Commerzbank führt Negativzinsen ein

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Wer Millionenbeträge auf einem Commerzbank-Konto parkt, muss künftig mit Strafzinsen rechnen. „Bei einzelnen großen Firmenkunden mit hohen Guthaben sowie bei Großkonzernen und institutionellen Anlegern behalten wir uns vor, für hohe, aus überschüssiger Liquidität bei uns geparkte Einlagen eine Guthabengebühr zu berechnen“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Commerzbank-Sprecher. Privatkunden will die Commerzbank von der Strafgebühr verschonen.

Die Commerzbank ist bereits das dritte Finanzinstitut, das Strafzinsen erhebt. Den Anfang machte die Skat-Bank, die Negativzinsen für größere Bargeld-Vermögen einführte. Kurze Zeit später folgte die DZ Bank, deren Strafzinsen allerdings nach Unternehmensangaben nur institutionelle Investoren betreffen.

Wie die anderen Institute auch, begründet die Commerzbank ihre Strafzinsen mit dem Negativzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Warum diese Erklärung an den Haaren herbeigezogen ist, erklärt Thorsten Polleit, Chefvolkswirt beim Goldhändler Degussa, im Gespräch mit DAS INVESTMENT.com

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