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Fitch: Mitläufer machen Fondsgesellschaften Probleme

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„Das derzeitige Marktumfeld, gekennzeichnet durch Anteilsscheinrückgaben in den traditionellen Anlageprodukten wie Aktien- und Rentenfonds, deutet auf strukturelle Herausforderungen für deutsche Investmentgesellschaften hin“, berichtet Aymeric Poizot, Senior Direktor bei Fitch. Vor allem wenig spezialisierte und leicht replizierbare Produkte werden zunehmend von passiven Indexfonds ersetzt. Die Nachfrage nach diversifizierten Anlagen sowie nach Produkten mit Verlustbegrenzung ist hingegen gestiegen. Die Gesellschaften müssen ihre Angebotspalette an die veränderten Anlagerbedürfnisse anpassen, fordert Poizot. Mit Blick auf fallende Vergütungen sind auch Kostenanpassungen unausweichlich. „Dabei dürfen die Gesellschaften jedoch nicht die Intensität und Qualität des Research und damit der Investmentprozesse gefährden“, sagt Roger Schneider, Direktor bei Fitch. Außerdem eröffnete der Konsolidierungsdruck auch Möglichkeiten verstärkter Kooperation und Zusammenarbeit auf nationaler  und internationaler Ebene. Von diesem Umstand hab die Branche zu wenig Gebrauch gemacht. Im vergangenen Jahr verzeichneten deutsche Publikumsfonds mehr als 28 Milliarden Euro Nettomittelabflüsse. Dabei waren vor allem die großen Investmentgesellschaften von Banken besonders betroffen gewesen. Aber auch die Kapitalabflüsse internationaler Gesellschaften, die sich stärker auf Aktienanlagen fokussieren, waren 2008 besonders hoch. Hohe Kapitalisierung, Spezialisierung, Transparenz und exzellentes Risikomanagement als Erfolgsfaktoren Angesichts sinkender Gewinne und Anlagevermögen sowie anhaltend volatiler Märkte sieht Fitch für die deutschen Publikumsfonds nur wenig Entlastungsspielraum. Eine vergleichsweise bessere Geschäftsentwicklung erwarten die Analysten jedoch bei jenen Gesellschaften, die hoch kapitalisiert sind und über diversifizierte Einnahmequellen verfügen. Auch Gesellschaften, die sich auf bestimmte Marktsegmente spezialisieren, transparente Produkte anbieten und erfolgreiche und aktive Manager unter Vertrag haben, dürften überproportional von Neuanlagen profitieren.

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