Fledermaus auf einem Bus: Es wird vermutet, dass das Corona-Virus ersmals im chinesischen Wuhan ausbrach, weil Viren aus einem Fledermaus-Labor auf einen Markt gelangten. | © imago images / ZUMA Wire Foto: imago images / ZUMA Wire

Fledermaus-Effekt für Fonds

So verstärkt Corona den Öko-Trend

Die Welt steht Kopf: Reicht tatsächlich ein kleiner Fledermaus-Snack auf einem chinesischen Markt aus, um eine weltweite Virus-Pandemie mit bald einer halben Million Todesopfern und gigantischen wirtschaftlichen Schäden auszulösen? Ein eindeutiger Beleg wird wohl noch auf sich warten lassen. Dass aber die Folgen von Umweltzerstörung und Klimawandel dramatisch ausfallen, daran kann kaum ein Zweifel herrschen.

Für Bundesentwicklungsminister Gerd Müller steht längst fest: „Je weiter die natürlichen Lebensräume schrumpfen, desto größer wird die Gefahr, dass Viren vom Tier auf den Menschen überspringen. Corona ist das jüngste Beispiel.“ Die Pandemie mit aktuell knapp 9 Millionen Infizierten und zirka 470.000 Verstorbenen sei Folge eines ausbeuterischen Umgangs mit dem Planeten Erde.

Deswegen müssten Politik und Wirtschaft die Umwelt viel entschlossener schützen. Für rund 60 Prozent des Wildtierbestands kam in den zurückliegenden 50 Jahren das Aus, zugleich schwindet die Artenvielfalt mit atemberaubender Geschwindigkeit.

Das Massensterben gefährdet nicht nur Ökosysteme, sondern bedroht wie das Corona-Virus Sars-Cov-2 Menschenleben. Schließlich stammt ein Großteil der wichtigen Medikamentenwirkstoffe direkt aus der Natur.

„Die biologische Vielfalt nimmt besorgniserregend ab“, so CSU-Politiker Müller. Pro Tag verschwänden bis zu 150 weitere Pflanzen- und Tierarten von der Erde. Alle vier Sekunden holzen Menschen Wald von der Fläche eines Fußballfeldes ab – nicht selten für Soja- und Palmölplantagen, wie der Minister betont.

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