Flossbach von Storch Research Institute Saisonalitäten am Aktienmarkt sind nicht mehr wirksam

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Quartalswechseleffekt stark von der Marktlage abhängig

Ein Quartalswechseleffekt ist zwischen 1973 und 2016 ebenfalls nur eingeschränkt feststellbar: Er lässt sich nur in den USA und Kanada ausmachen. Hier sind die Renditen am letzten Handelstag eines Quartals signifikant höher als an den letzten Handelstagen der Monate, die nicht einem neuen Quartal vorangehen. Allerdings zeigt sich eine deutliche Abhängigkeit von der am Markt herrschenden Stimmung. Während eines Bullenmarktes ist der Effekt offenbar sehr deutlich ausgeprägt, während eines Bärenmarktes hingegen nicht einmal schwach signifikant.

Wochentagseffekt war in der Vergangenheit signifikant

Bei den Wochentagsrenditen zeigen sich über den Gesamtbetrachtungszeitraum recht deutliche Unterschiede. Während diese zu Beginn der Woche deutlich negativ sind, ist an den folgenden Tagen ein kontinuierlicher Anstieg zu beobachten. An Freitagen sind in allen betrachteten Ländern, mit Ausnahme von Japan, die höchsten Renditen zu beobachten. Aber: So signifikant der Trend in der Vergangenheit war, so sehr hat er sich mittlerweile abgeschwächt. In der jüngeren Vergangenheit ist der Wochentagseffekt nur noch in Großbritannien und Kanada signifikant.

Grafik 3: Durchschnittliche Wochentagsrenditen über die Zeiträume 1973 bis 2009 und 2010 bis 2016 sowie länderspezifisch über den Gesamtzeitraum in Basispunkten

Quelle: Flossbach von Storch Research Institute, Stand: Februar 2018