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Neustart nach Querelen
FNG gibt sich neuen Vorstand
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Neustart nach Querelen FNG gibt sich neuen Vorstand

Marian Klemm
Marian Klemm wird neuer Vorstandsvorsitzender beim FNG. | Foto: FNG

Das FNG hat seinen Vorstand neu aufgestellt. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung, an der rund 65 Mitglieder vor Ort und digital teilnahmen, wurde Marian Klemm zum neuen Vorstandschef gewählt. Klemm, der über 20 Jahre Erfahrung im Investmentbanking und Fondsmanagement hat, steht seit Mai 2023 der Research- und Beratungsgesellschaft Green Growth Futura vor.

Zu stellvertretenden Vorsitzendem wurden für Deutschland Michael Bogosyan (Dextro Group Germany) und für die Schweiz Natalie Benz (South Pole) gewählt. Neue Beisitzer werden Esther Albert (Clarity AI), Christin ter Braak-Forstinger (Chi Impact Capital), Freddy Dutz (Ratingwissen), Christoph Klein (ESG Portfolio Management), Fabian Mittendorf (Bantleon Invest), Marlene Waske (Arete Ethik Invest) und Axel Wilhelm (Imug Rating). Die bisherigen Beisitzer Ingeborg Schumacher-Hummel (Responsible Impact Investing) und Stefan Maiss (ProVita) legen ihr Mandat nieder.

Im Rahmen der Versammlung dankte FNG-Chefin Verena Menne, die seit Anfang Februar im Amt ist, den ausscheidenden Vorständen für ihr Engagement: Wolfgang Pinner beendet nach 20 Jahren seine Tätigkeiten im Vorstand, 16 Jahre davon als Vize-Vorstandschef. Ebenso trat Patrick Wirth nicht mehr zur Wiederwahl an: Er war seit 2014 stellvertretender Vorstandschef gewesen.

„Wieder auf Inhaltliches fokussieren“

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„Mit der personellen Neubesetzung ist der Verein für die Zukunft gut aufgestellt, um das Engagement im Bereich nachhaltiger Finanzwirtschaft weiter voranzutreiben“, freut man sich beim FNG. Geschäftsführerin Menne betont, dass der neue Vorstand nun zu gleichen Teilen aus männlichen und weiblichen Mitgliedern bestehe. „Das Forum Nachhaltige Geldanlagen kann sich nun wieder auf inhaltliche Themen fokussieren“, so Menne. In den kommenden Wochen wolle man die Arbeitsschwerpunkte für 2024 festlegen.    

Der Neuaufstellung der FNG-Spitze vorangegangen waren mehrere Monate andauernde Meinungsverschiedenheiten. Diese hatten in jüngerer Zeit zu mehreren Personalabgängen geführt. Ende Oktober war FNG-Vorstandschef Bernhard Engl nach nur einigen Monaten Tätigkeit zurückgetreten, im Dezember legte Vizevorstand Hermann Klughardt sein Amt nieder. Im Zentrum des Streits stand die Organisation rund um das vom FNG vergebene Nachhaltigkeits-Siegel. Dessen Vergabe hatte seit 2015 die FNG-Tochter QNG (Qualitätssicherungsgesellschaft Nachhaltiger Geldanlagen mbH) koordiniert. Mittlerweile tragen dafür der gemeinnützigen Wissenschaftsverein First und die universitäre Spin-Off-Gesellschaft Advanced Impact Research die Hauptverantwortung. QNG-Chef Roland Kölsch ist im Rahmen der Umorganisation kürzlich zu First gewechselt.

 

Das FNG wurde 2001 gegründet. Der als Verein organisierte Verband will die nachhaltige Geldanlage im deutschsprachigen Raum vorantreiben und verleiht jährlich Siegel an nachhaltig anlegende Investmentfonds. Zu den rund 200 FNG-Mitgliedern zählen Banken, Fondsgesellschaften, Rating-Agenturen, Finanzberater, wissenschaftliche Einrichtungen, Versicherungen, NGOs und Privatpersonen. Der Verein hat den europäischen Dachverband Eurosif mitgegründet, der das ethische Investieren europaweit fördern will.  

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