Wie rege handeln Anlagekunden mit ETFs, und welche konkreten Produkte sind aktuell besonders gefragt? Als maßgebliche Indikatoren ihrer monatlichen Erhebung berechnet die B2B-Direktbank FNZ Bank (vormals Ebase) basierend auf den Bewegungen in den Kundendepots zum einen die Handelsaktivität (Grafik 1) und zum anderen den Fundflow-Faktor (Grafik 2). FNZ-Bank-Vorstandschef Peter Karst kommentiert die jüngsten Entwicklungen.

DAS INVESTMENT: Wie hat sich die ETF-Nachfrage Ihrer Kunden im April 2024 entwickelt?

Peter Karst: ETFs haben mittlerweile einen festen Platz in den Portfolien unserer Kunden. So überstiegen die Mittelzuflüsse bei den börsengehandelten Fonds die Mittelabflüsse um 31 Prozentpunkte. Die Handelsaktivität unserer Kunden stieg im Vergleich zum Vormonat sogar leicht an und kletterte auf 124 Prozent des Vorjahresschnitts.

 

Diese gleichbleibend hohe Handelsaktivität bei überwiegenden Mittelzuflüssen kann dabei als Zeichen für die positiven Erwartungen der Anleger an die weltweiten Märkte gewertet werden. Tatsächlich stünde dies im Einklang mit einer zum Jahreswechsel von der FNZ Bank durchgeführten Studie: Demnach blickt der Großteil der Deutschen aus finanzieller Sicht wieder optimistischer auf das vor ihnen liegende Jahr. Vor allem die jüngere Generation nimmt sich dabei vor, mehr zu sparen.

Welche Indizes waren für ETF-Anlagen im April besonders gefragt?

Karst: Für eine kleine Überraschung sorgte in den Top 3 der meistgehandelten ETFs unserer Kunden der Dax, denn dieser kletterte erstmals in diesem Jahr auf den dritten Platz.

Deutlich weniger überraschend: Wie auch in den Vormonaten verteidigt der MSCI-World weiter seinen Spitzenplatz, bleibt somit unangefochten der meistgehandelte ETF der FNZ-Bank-Kunden. Rang zwei belegte im April der S&P 500. Als beliebtester Nachhaltigkeitsindex ging im vergangenen Monat der MSCI World Select SRI aus dem Rennen hervor.