Tom Wilson, Manager des Schroder Emerging Europe

Tom Wilson, Manager des Schroder Emerging Europe

Fonds-Crashtest

Die besten Fonds für Osteuropa-Aktien

Performance, Stressverhalten, Ratings – worauf es im Crashtest ankommt

DER FONDS, das Schwestermagazin von DAS INVESTMENT, hat alle in Osteuropa investierenden Aktienfonds geprüft, die Ende April 2014 mindestens drei Jahre alt und 10 Millionen Euro schwer waren. Im Performance-Vergleich ging es darum, über verschiedene Zeiträume (ein Jahr, drei Jahre, fünf Jahre) besser abzuschneiden als der Gruppendurchschnitt.

Im Stresstest punkteten jene Fonds, die wenig schwankten und die Verluste begrenzten. Der Rating-Vergleich bündelte die Noten von sechs Ratingagenturen (Feri, FWW, Lipper, Morningstar, Sauren, Telos). In jeder Kategorie kann ein Fonds bis zu 100 Punkte erreichen, insgesamt also 300 Punkte. Sieger ist der Fonds mit der höchsten Gesamtpunktzahl. Nähere Details zum Crashtest finden Sie hier



Warum dieser Markt jetzt interessant ist

Es ist die Vielfalt, die Emerging Europe spannend macht. Und genau deshalb lohnt sich auch für Anleger ein Blick Richtung Osten. Natürlich, die Krise in der Ukraine belastet. Schwergewicht Russland mit seinen 57 Prozent am MSCI Emerging Europe steht zudem kurz vor einer Rezession. Aber dank der differenzierten Wachstumstreiber und der unterschiedlichen politischen Gegebenheiten gibt es keine wirtschaftliche oder politische Herausforderung, die die ganze Anlageregion in Mitleidenschaft ziehen würde.

Polen, Tschechien und Ungarn beispielsweise verfügen über sehr offene Volkswirtschaften mit einer starken Verbindung nach Westeuropa. Die Türkei im Gegensatz ist relativ verschlossen, verfügt dafür aber über eine breitere Streuung beim Export. Wer von dieser Mischung profitieren will, muss lediglich das richtige Timing für den jeweiligen Markt finden und an die langfristigen Chancen dieser Wachstumsregion glauben.

Die fünf Sieger und was ihre Manager auszeichnet

Seit August 2005 bereits managt Tom Wilson den Schroder Emerging Europe (WKN: 933676), und in dieser Zeit hat der Teamleiter für Aktien aus Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika seinen Vergleichsindex und die Konkurrenz über verschiedene Perioden immer wieder geschlagen.



Obwohl sich Wilson in der Ländergewichtung relativ eng am MSCI Emerging Markets Europe 10/40 orientiert, weicht er als Stockpicker auf der Einzeltitel-Ebene doch recht deutlich davon ab. In der Regel hält er zwischen 40 und 50 verschiedene Unternehmen, wobei derzeit vor allem Finanzdienstleister wie Sberbank und PKO Bank Polski im Vordergrund stehen.

Anders als Wilson verdankt Gareth Morgan die gute Platzierung seines F&C Eastern European Fund (WKN: A0BLAT) nicht eigenem Können, sondern dem seiner Vorgänger Nick Barnes und Martin Taylor: Bis Ende April zeichnete das langjährige Erfolgs-Duo von Nevsky Capital für den kürzlich von F&C übernommenen Fonds verantwortlich.

Ob Morgan, der von Kristof Bulkai und Claire Franklin unterstützt wird, an die bislang gezeigten Leistungen anknüpfen kann, muss sich zeigen – bislang managt er für F&C unter anderem einen Fonds für russische und einen für lateinamerikanische Aktien.

Ebenfalls einen Namenswechsel gab es beim drittplatzierten Candriam Emerging Europe (WKN: A0H1AM) (vorher: Dexia Emerging Europe). Dort bleibt Philip Scrève, der den Fonds seit 2003 managt, aber auf seinem Platz.

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