Es gab Zeiten, da konnten sich Multi Asset Fonds kaum vor Mittelzuflüssen retten, aber in letzter Zeit kehrte sich das Bild und Mittelabflüsse waren erkennbar. Die eigentliche Aufgabe der Fonds: Sie sollen Anlegern eine Art Rundum-Sorglos-Paket bieten und zur richtigen Zeit die richtigen Anlageentscheidungen (Sektoren, Länder, Anlageklassen usw.) treffen. Doch das enttäuschende Jahr 2022, in dem sowohl Aktien als auch Anleihen stark leiden mussten und in diesem Zuge viele Mischfonds höhere Verluste erlitten, hat wohl seine Spuren hinterlassen. Die Allwetter-Fonds haben an Vertrauen eingebüßt.  

Anspruch und Wirklichkeit, eine riesige Diskrepanz

Die richtige Wahl zu treffen, ist gar nicht so einfach und im Zweifel kann man ganz schön danebenliegen, wie die aktuellen Zahlen zeigen: Über die letzten 5 Jahre reichen die Performancezahlen in der Kategorie Mischfonds dynamisch Welt von rund -20 Prozent bis zu +95 Prozent, eine große Spanne also. Der eine Anleger konnte sein Kapital mit dem besten Fonds in den letzten 5 Jahren quasi verdoppeln, während der andere rund ein Fünftel seines Kapitals verlor. Den besten zu finden, ist relativ schwierig und gleicht oft der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Dann lieber eine Strategie wählen, die seit Jahren konstant performt. Eine solche kommt aus dem Hause Allianz Global Investors.

Eine Strategie, drei Ausprägungen

Basierend auf einem Ansatz bietet der Asset Manager drei Fonds an:

Allianz Dynamic Multi Asset Strategy SRI 15 (ISIN: LU1089088311)

Allianz Dynamic Multi Asset Strategy SRI 50 (ISIN: LU1019989323)

Allianz Dynamic Multi Asset Strategy SRI 75 (ISIN: LU1089088071)

Im Folgenden wird der Fondsnamen mit DMAS abgekürzt und der Fokus liegt auf der 75er-Strategie. Die Abkürzung nutzt im Übrigen der Assetmanager selbst, es ist also keine Erfindung von uns. Hauptverantwortlich für die drei DMAS-Strategien ist der leitende Portfoliomanager Marcus Stahlhacke. Die wesentlichen Merkmale der Strategie bestehen aus vier Säulen. 

Erste Säule: Großes Anlageuniversum

Mittels eines sehr großen Anlageuniversums kann der Fonds an den Risikoprämien unterschiedlichster Anlageklassen teilhaben. Neben Aktien und Anleihen sind das auch Rohstoffe und sonstige Investments. Und innerhalb der Anlageklassen Aktien und Anleihen investiert die Strategie auch in unterschiedliche Subsegmente und -themen.

Zweite Säule: aktive Asset Allocation

So kann der Manager bei der 75er-Strategie die Aktienquote von 0 Prozent bis 125 Prozent aktiv steuern. Die äußeren Ränder wurden bis dato zwar noch nicht getestet, doch die Spanne wurde großzügig ausgenutzt.

Dritte Säule: aktive Risikosteuerung

Bei der dritten Säule dreht sich alles um die aktive Risikosteuerung mittels eines Value at Risk-Ansatzes. Doch komplett aus dem Markt geht der Manager nie. Ein gewisses Risikobudget wird immer beibehalten, wenngleich auf niedrigerem Niveau.

Vierte Säule: Auswahl der Einzeltitel

Der vierte und letzte Baustein ist die aktive Auswahl der Einzeltitel. Hier werden die Experten aus den Renten- bzw. Aktienteams von Allianz Global Investors zu Rate gezogen.

15, 50, 75

Noch ein paar Worte zu den Zahlen in den Fondsnamen. Diese zeigen die Risiken an, sinngemäß: Wie verhält bzw. entwickelt sich ein Portfolio mit einer Aktienquote von 15 Prozent, 50 Prozent bzw. 75 Prozent. Damit ist klar, dass die 15er-Strategie eher für sicherheitsorientierte Anleger geeignet ist, die 50er spricht tendenziell risikobewusste Investoren an, während der 75er-Ansatz mit seiner Dynamik für Investoren geeignet ist, die ein Aktienrisiko tragen können bzw. wollen. 

Grafik, Vergleich der drei Strategien 

Quelle: Allianz Global Investors

Starker Kern, dynamische Satelliten

Der starke Kern aller drei Strategien wird gebildet aus Euro-Anleihen und globalen Aktien aus Industrienationen. Neben diesem Core-Baustein gibt es Satelliten (=opportunistische Anlagen), die typischerweise zu rund 35 Prozent allokiert werden. Bei diesen Anlagen handelt es sich meist um ausgewählte Sektoren/Branchen, Ländern, Regionen, Alternative Investments, Rohstoffen, Wandelanleihen, regionalen Staatsanleihen usw. Aber auch eher exotische Investments kommen dafür in Frage. Im Jahr 2022 beispielsweise wurde ein CO2-Zertifikat allokiert.

Satelliten als Performancetreiber

Die Auswahl der Satelliten verlief in den letzten Jahren erfolgreich: So waren es im Jahr 2019 REITs, ein Jahr später Nasdaq, Investments in Euro Micro-Caps waren im Jahr 2021 allokiert und im Jahr 2022 waren es Rohstoffe.  

Voraussetzung für den Erfolg: Aktiv und flexibel

Das hohe Maß an Aktivität und Flexibilität sieht man auch anhand der sehr geringen Restriktionen in der Anlagepolitik: Schwellenländer dürfen maximal 30 Prozent des Portfolios ausmachen (DMAS 15 maximal 25 Prozent Schwellenländer) und Hochzinsanleihen dürfen bis maximal 20 Prozent allokiert werden (DMAS 15 maximal 15 Prozent Hochzinsanleihen). Das Thema ESG ist im Auswahlprozess mit Mindestausschlusskriterien und Best-in-Class-Betrachtung integriert.

Mensch und Maschine

Der Investmentprozess ist eine Kombination aus beidem. Denn die Maschine übernimmt eine umfangreiche quantitative Analyse, um den Marktzyklus zu bestimmen, mittelfristige Markttrends und Übertreibungen ausfindig zu machen und liefert die Signale. Nun kommen die Menschen und die Allianz-Experten ins Spiel, die rund 80 Mitglieder des Fundamental Multi Asset Investment Council umfassen und über eine langjährige Branchenerfahrung verfügen.

Sie werten die Daten aus, die sie wiederum von ihren Kollegen aus verschiedensten Verantwortungsbereichen (Rohstoffe, Nachhaltigkeit, Aktien, Anleihen, Währungen usw.) erhalten und entsprechend den Ergebnissen wird das Portfolio strukturiert.