Das eine tun und das andere nicht lassen! Gemeint ist damit, die Stärken von aktiven und passiven Anlagevehikeln miteinander zu verbinden, und genau dies findet man im Portikus International Opportunities Fonds.
Es gibt einige Managementansätze, insbesondere im Dach- und Mischfondsbereich, die rein mit passiven Instrumenten agieren und diese dann durch aktives Management steuern. Gleichzeitig gibt es auch etliche Strategien, die aktive Fonds mit passiven Fonds kombinieren, und es gibt Ansätze, die einen Teil des verwaltenden Vermögens in passive ETF-Strategien und den anderen Teil direkt in Einzelwerte investieren. In letztere Kategorie fällt der Portikus International Opportunities Fonds, welcher bereits 2014 als globaler flexibler Mischfonds lanciert wurde.
Portikus – Name steht für Säulengang
Ein Portikus stellt eine Säulenhalle oder einen Säulengang dar und ist auch im Logo der Firma enthalten. Ruft man sich eine solche Säulenhalle vor Augen, denkt man an etwas Stabiles, Massives oder Krisenfestes, sodass der Fonds sehr gut zum Namen passt. Initiator ist Portikus Investment mit Sitz in Frankfurt am Main.
Für die passive Welt steht Michael Hochgürtel, der unter anderem für die Chase Bank tätig und später als Leiter des Geschäftsfelds Financial Markets der BHF Bank aktiv war. Für die aktive Seite ist Elisabeth Weisenhorn verantwortlich. Nach ihrem Karrierestart bei Fiduka-Kostolany war sie von 1985 bis 2000 für die DWS aktiv und verantwortete in der Spitze über 14 Milliarden Euro.
Doppel-Strategie: Passiv plus aktiv
Das Portfolio teilt sich in ein passives Basisinvestment und aktive Investments. Als Grundlage für den Fonds dient die Fundamentalanalyse von mikro- und makroökonomischen Entwicklungen (Top-down). Diese liefern dann die Leitplanken als systematische Entscheidungsgrundlage. Bewertet und analysiert werden beispielsweise Inflation, Geldpolitik, Bewertungen, Risiken, Währungen und Marktstruktur.
Das Fondskonzept ist global ausgerichtet und hinsichtlich der Aktienquote flexibel. Auch wenn sich die Manager eher auf der Aktienseite heimisch fühlen, spielen auch Renten und ein aktives Cash-Management eine Rolle. Das Management erfolgt unabhängig einer Benchmark. Als Vergleichsmaßstab behalten die Fondslenker die renommierten Vertreter dieser umkämpften Vergleichsgruppe im Blick. Die laufende Risikokontrolle ist zentraler und integraler Bestandteil des Managements.
Auch Derivate dürfen zur Absicherung und zur Steuerung der Aktienquote eingesetzt werden. Aus diesen Leitplanken kombiniert mit ihrer Erfahrung bestimmen die Fondsmanager Asset Allokation, Länder- und Währungsaufteilung sowie die Aufteilung der Instrumente aktiv/passiv.
Suche nach unterbewerteten Aktien
Bei der Einzeltitelauswahl, welche diskretionär erfolgt, werden nach dem Bottom-up- Ansatz unterbewertete Titel gesucht, deren Qualität und Bewertung (günstig in Relation zu Wachstum und Ertrag) attraktiv ist. Qualität bedeutet in diesem Fall, dass ein potenzieller Portfolio-Titel ein bewährtes und robustes Geschäftsmodell hat und eine solide Bilanz aufweist. Zudem spielt die Bewertung eine Rolle, die in Relation zu Wachstum und Ertrag möglichst günstig sein sollte. Neben den großen Standardtiteln investiert man als Beimischung auch in kleinere Wachstumswerte.
In der Regel machen die Einzeltitel je 2 Prozent aus, dies kann aber durch Wertentwicklung auch auf 4 bis 5 Prozent Portfolioanteil anwachsen. Die Kasse-Position ist flexibel und Währungen können bei Bedarf auch abgesichert werden. Auch wenn der Fonds als SFDR 6 eingruppiert ist und das Thema ESG keine übergeordnete Rolle im Management spielt, sind die ESG-Ratings der Analysehäuser sehr gut. ISS vergibt 5 Sterne, Morningstar 4 Globen und MSCI ein A.
Magnificent Seven als Performancetreiber
Zur Wertentwicklung des Fonds sagt Elisabeth Weisenhorn: „Zu den größten Erfolgen des Fonds zählte in den ersten Jahren (2014 bis 2018), dass wir im Fonds die Aktienquote sehr aktiv verändert haben und damit auch Anfang 2016 die Kursverluste reduzieren konnten. Ab 2019 hatten wir dann die Aktienquote sukzessive erhöht und bis heute hochgehalten, um unattraktive Anleiheinvestments zu vermeiden, aber auch um Timing-Fehler zu umgehen. So konnte der Fonds an den Aufschwüngen sehr gut partizipieren und schwierige Phasen mit einem klaren Kompass – Aktien vor Festverzinslichen – meistern. Das hat zwar zu höherer Volatilität geführt, aber auch zu einer Outperformance gegenüber der Vergleichsgruppe Euro flexibel.“
Sehr positiv hat sich ebenfalls die Entscheidung ausgewirkt, in einen Teil der sogenannten Magnificent Seven wie Alphabet, Microsoft und Apple, sowie SAP und später Nvidia zu investieren. Die Gewichtung des US-Aktienmarktes durch die ETF-Positionen hatte ebenfalls positive Effekte.
- Asset-Schwerpunkt: Mischfonds flexibel
- Auflegung: 20.05.2014
- Fondsgesellschaft: Hansainvest Hanseatische Investment-GmbH
- ISIN: LU1044466552
- Performance YTD: 0,64%
- Performance 1 Jahr: 19,47%
- Performance 3 Jahre: 14,68%
- Performance 5 Jahre: 39,95%
- Performance 10 Jahre: 69,97%
- Sharpe Ratio 5 Jahre: 0,43
- Tracking Error 5 Jahre: 5,77
- Volatilität 5 Jahre: 13,91%
