„Komplexes Umfeld, klare Entscheidungen“: So lautet das Motto des Mischfonds Tresides Balanced Return AMI. In turbulenten und unsicheren Zeiten suchen viele Anleger nach konservativen Strategien. Ein solches Konzept verfolgt auch Tresides – wir stellen den Fonds vor.
Das Unternehmen
Tresides Asset Management wurde 2013 gegründet und hat seinen Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen ist institutionell geprägt und unabhängig. Die Firmenanteile gehören den zwölf Partnern. Der Asset Manager betreut mehr als 2,5 Milliarden Euro in Publikums- und Spezialfonds. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 16 Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung im Asset Management, davon sind zehn Portfoliomanager beziehungsweise Analysten. Das Unternehmen wurde über die Jahre mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Boutiquen Award 2025.
Die Idee
Die Kernkompetenz von Tresides besteht im Management von Aktien, Renten und Rohstoffen. Im Tresides Balanced Return sind die beiden Komponenten Aktien und Renten vereint, um die Stärken zu verbinden und gleichzeitig die Risiken der beiden Anlageklassen zu minimieren.
Die Macher
Hauptverantwortlich für den Fonds ist Jochen Krennmayer als Lead-Fondsmanager, der im Jahr 2022 zu Tresides gekommen ist. Er ist Partner bei Tresides und war zuvor unter anderem bei der LBBW als Rentenfondsmanager mit Schwerpunkt Unternehmensanleihen tätig. Er ist seit 2013 Analyst (CEFA/CIIA) und war bei Pioneer und später bei Amundi in verantwortlicher Position als Multi-Asset-Fondsmanager tätig. Beim Tresides Balanced Return ist er in der Allokationsverantwortung und für die Overlay-Strukturen zuständig.
Für die Aktienseite ist Berndt Maisch (Gründungspartner) zuständig, er war viele Jahre als Aktienfondsmanager bei der LBBW tätig. Für die Rentenseite ist Thomas Rademacher (Gründungspartner) verantwortlich, auch er war zuvor bei der LBBW im Rentenfondsmangement tätig. Mit dem Einstieg von Krennmayer im Jahr 2022 wurde die Strategie des Fonds angepasst, sodass es neben den Selektionsverantwortlichen für die Aktien- bzw. Rentenseite nun auch einen Allokationsverantwortlichen gibt.
Ziel des Fonds
Das Ziel des Multi-Asset Fonds mit europäischem Schwerpunkt ist es, durch breite Diversifikation eine stetige Performance (Euribor plus 300 Basispunkte) zu erzielen und Drawdowns aktiv durch das Options-Overlay zu steuern. Der Fonds ist trotz des Namens als defensiver Mischfonds eingruppiert, da die Aktienquote zwischen 0 und 40 Prozent liegt. Die Investition erfolgt in Anlagen mit dem attraktivsten Rendite-Risiko-Profil und basiert auf einem risikobewussten Selektionsprozess.
Die Allokation kann sehr schnell den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst werden und ist stets dynamisch. Der aktive Ansatz agiert unabhängig von Indizes und ist eher antizyklisch positioniert. Das Managementteam ist der Meinung: „Nur wer die Risiken zur richtigen Zeit erkennt, kann am Kapitalmarkt dauerhaft erfolgreich investieren.“
Die Philosophie
Es wird überwiegend in europäische Aktien und in auf Euro lautende Anleihen investiert, die über eine hohe Liquidität verfügen. Es kommen Anleihen mit einem Emissionsvolumen von mehr als 250 Millionen Euro und Aktien mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 1 Milliarde Euro in Frage.
Auf der Rentenseite stehen sowohl Staatsanleihen wie Covered Bonds, aber auch Unternehmensanleihen und ausgesuchte High Yield Investments im Fokus. Die Cash-Position kann theoretisch bis zu 49 Prozent betragen (in der Praxis maximal 20 Prozent) und ist Teil der taktischen Allokation des Fonds.
Derivate kommen bewusst zum Einsatz und werden vorwiegend zur Steuerung der Nettoaktienquote, der Portfolioduration sowie zur Generierung von Zusatzerträgen eingesetzt. Statt einer Benchmarkorientierung setzt das Team auf die strategische Sharpe Ratio Portfoliooptimierung (SAA). Auf der Aktienseite beträgt der Active Share rund 80 Prozent, was die Indexunabhängigkeit nochmals deutlich unterstreicht.
Auch das Thema Nachhaltigkeit ist aktiver Bestandteil des Managements. Der Fonds ist als Artikel-8-Fonds nach SFDR eingestuft und verfolgt einen eigenen ESG (Tresides ESG-Enhanced) Ansatz, welcher diverse Ausschlusskriterien definiert hat.
Der Prozess
Basis ist die Festlegung der strategischen und taktischen Allokation, sprich die Markteinschätzung des Managements. Im wöchentlichen Team-Meeting wird über diese Top-down-Steuerung die strategische und taktische Allokation diskutiert und final die Aktienquote, die Rentenduration, die Quote für Unternehmensanleihen und die Währungsbeimischung festgelegt.
Die Titelselektion erfolgt dann jeweils auf der Aktien- und Rentenseite Bottom-up. Im Anschluss erfolgen dann Absicherungsstrategien über Optionen auf Aktien- und Rentenindizes sowie Zins-, Aktien- und Währungs-Futures.
Die strategische Allokation wird quartalsweise aktualisiert und stellt die Neutralpositionierung für das laufende Quartal dar. Das Managementteam setzt im Buyside auf eigenes Research und verbindet dies mit externem Sellside-Research, um die Investmentopportunitäten von einem zweiten Blickwinkel aus zu betrachten. Datenlieferanten sind große global ausgerichtete Häuser wie zum Beispiel JP Morgan, Bank of America, UBS oder BNP Paribas, ergänzt um lokale Researchhäuser für spezielle Regionen oder Anlageklassen.
Die Verantwortung der Einzeltitelanalyse und Selektion liegt beim jeweils zuständigen Manager. Auf der Aktienseite wird ein Quality-Growth-Ansatz verfolgt. Auf der Rentenseite erfolgt die qualitative Selektion unter Zuhilfenahme eines mehrstufigen und sehr individuellen Filterprozesses, der sowohl Emittenten als auch emissionsspezifische Faktoren berücksichtigt. Der Selektionsansatz setzt sich aus einem quantitativen Filter und einer qualitativen Analyse zusammen, woraus diskretionäre Entscheidungen generiert werden.
Das Portfolio wird laufend überwacht und angepasst. Das Portfolio ist breit gestreut, die Renten werden mit 0,5 bis 2 Prozent gewichtet und Aktien in der Regel mit 0,2 bis 1 Prozent. Es gibt dabei weder eine regionale noch sektorale Gewichtungsgrenze. Positionen werden in der Regel sukzessive aufgebaut, der Verkauf erfolgt mit hoher Disziplin bei geänderten Fundamentaldaten oder unverhältnismäßiger Bewertung, aber auch aus Portfoliogewichtungsüberlegungen.
Die Ergebnisse
Trotz des europäischen Fokus und der langen Zeit der Niedrig- bzw. Nullzinsen auf Rentenseite war die Wertentwicklung stets solide. Insbesondere seit der Anpassung der Strategie durch den Einstieg Jochen Krennmayers als Leadmanager im Jahr 2022 konnte der Fonds die Vergleichsgruppe und den Vergleichsgruppenindex deutlich outperformen.
Auch in Krisen gelang es dem Team gegenzusteuern: Als es im Jahr 2022 durch den Rentencrash zu starken Verwerfungen kam, lag der Maximalverlust deutlich unter dem der Vergleichsgruppe.
- Sektor: Mischfonds defensiv Europa
- Auflegung: 18.12.2013
- Fondsgesellschaft: Ampega Investment
- ISIN: DE000A0MY1D3
- Performance YTD: 1,78%
- Performance 1 Jahr: 4,81%
- Performance 3 Jahre: 17,99%
- Performance 5 Jahre: 18,11%
- Performance 10 Jahre: 31,16%
- Sharpe Ratio 3 Jahre: 0,69
- Tracking Error 3 Jahre: 1,68
- Volatilität 3 Jahre: 4,34%

