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Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg (Mitte vorn) am 1. März bei einer Demonstration in Hamburg für mehr Klimaschutz. | © Getty Images

Fonds for Future

25 Top-Aktienfonds für die nachhaltige Geldanlage

Skolstrejk för klimatet – diese schwedische Botschaft reist um die Welt. Seit August 2018 befindet sich Greta Thunberg jeden Freitag im Schulstreik und demonstriert vor dem Stockholmer Reichstag oder anderswo für einen stärkeren Kampf gegen den Klimawandel. Die 16-jährige Schwedin dient Schülern rund um den Erdball als Vorbild. Auch in Deutschland ist die Fridays-for-Future-Bewegung seit Jahresbeginn stark gewachsen. Freitag für Freitag gehen Jugendliche statt in die Schule auf die Straße und fordern mehr Einsatz für Klima und Umweltschutz. Zwar sehen vor allem die Jüngeren ihre Zukunft auf dem Spiel stehen, sie sind aber nicht die Einzigen, die den Klimawandel fürchten.

Das zeigt eine Studie des Marktforschungsinstituts Pew Research, die 2018 in 26 Staaten weltweit Menschen zur Einschätzung von Gefahren befragte. In der Hälfte der Länder nannten die Teilnehmer den Klimawandel am häufigsten als zentrale Bedrohung. Diese Ansicht hat sich in vielen Ländern seit 2013 deutlich verstärkt, auch in Deutschland. In der aktuellen Umfrage sehen 71 Prozent der Deutschen den Klimawandel als große Gefahr. Andere sehen den Klimawandel und den Kampf gegen die Erderwärmung aber auch als wirtschaftliche Chance und zukunftsträchtigen Anlagetrend. Eine Reihe von Fonds trägt sogar den Klima-Begriff im Namen. Sie setzen auf Unternehmen, die mit ihrem Geschäftsmodell dem Klimawandel entgegenwirken oder an Lösungen für seine Auswirkungen arbeiten.

Solche Produkte gehören zu den nachhaltigen Fonds. Sie sind aber nur ein kleiner Teil in der weiten und bunt gemischten Welt der nachhaltigen Investments. Nachhaltiges Investieren umfasst deutlich mehr als Klima- und Umweltschutz. Auch soziale und ethische Aspekte spielen hinein. Seit geraumer Zeit wird Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage vor allem auf drei Buchstaben heruntergebrochen: ESG. Das Akronym steht für Environment, Social, Governance, also für Umwelt, Soziales, Unternehmensführung. Möchte ein Unternehmen als besonders nachhaltig gelten, sollte es also nicht nur darauf achten, möglichst wenig der Umwelt zu schaden, sondern auch seine Mitarbeiter gut behandeln und fördern, der Gesellschaft gegenüber verantwortungsvoll agieren und lieber für Transparenz und gute Kontrollprozesse bekannt sein als für Korruptionsskandale.

Nachhaltige Investments sind nicht neu. In den vergangenen Jahren haben sie aber erst so richtig an Fahrt gewonnen. Während sich früher einige wenige Gesellschaften das Thema auf die Fahnen geschrieben und sich dort klar positioniert haben, gibt es heute kaum einen Asset Manager, der ESG völlig ignoriert. So ziemlich jede Fondsgesellschaft, zumindest ab einer gewissen Größe, hat die drei Buchstaben auf der Agenda. Zu groß sind der Druck der Investoren und die Angst, einen wichtigen Trend zu verpassen.

Im Bewusstsein ankommen

Laut Schroders Global Investors Study 2018 finden 79 Prozent der befragten deutschen Anleger, dass nachhaltiges Investment in den vergangenen fünf Jahren wichtiger geworden ist, und 63 Prozent haben in dem Zeitraum den Anteil nachhaltiger Anlagen in ihrem Portfolio erhöht. Und im Institutional Investor Trust 2019 Outlook der Kommunikationsagentur Edelman stimmen 93 Prozent der weltweit befragten institutionellen Investoren zu, dass die langfristige Performance nicht nur von der finanziellen Entwicklung, sondern auch von ESG-Aspekten abhängig ist.

Nicht jede Fondsgesellschaft – auch wenn die Zahl zunimmt – bietet jedoch nachhaltige Produkte an, also Fonds, bei denen bei der Wertpapierauswahl die ESG-Kriterien klar im Fokus stehen. Viele Gesellschaften arbeiten vielmehr daran, Nachhaltigkeitsaspekte in ihren üblichen Anlageprozess einzubinden, ohne diese in den Mittelpunkt zu rücken. Welchen Einfluss ESG dann tatsächlich auf die Portfolios hat und welche ESG-Kriterien überhaupt eine Rolle spielen, variiert von Gesellschaft zu Gesellschaft.

Diesen Unterschied zwischen nachhaltigen Geldanlagen und verantwortlichem Investieren nimmt auch das Forum für Nachhaltige Geldanlagen (FNG) in seine Statistik auf. Die FNG-Definition: Beim verantwortlichen Investieren werden ESG-Strategien nicht auf Produktebene wie bei den nachhaltigen Geldanlagen, sondern auf institutioneller Ebene angewandt. Es ist die treuhänderische Verpflichtung, Nachhaltigkeitsaspekte in der Breite in Kapitalanlagen zu verankern.

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