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Fonds-Investor interviewt Fondsmanager „Was ist der nächste große Entwicklungsschub im Tech-Sektor?“

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Feiten: Fast schon traditionell ist der USA-Bias: Gibt es nicht dennoch in Europa, speziell auch in Deutschland, viele hochspannende und attraktiv bewertete Unternehmen?

Johansen: Ja, die gibt es. Zum Beispiel ADVA Optical Networking. Das Unternehmen aus München ist ein Anbieter von Telekommunikationsausrüstung und auf glasfaserbasierte Übertragungstechnik spezialisiert. Die Aktie trug 2015 signifikant zur Outperformance unseres Fonds bei. Eines unserer Kerninvestments ist SAP. Hier überzeugt uns das sehr nachhaltige Geschäftsmodell. Fälschlicher Weise ging der Markt vorübergehend davon aus, dass das traditionelle Geschäft bei SAP auf der Kippe steht. Diese Fehleinschätzung haben wir dazu genützt, unsere Position auszubauen.

Feiten: In vielen Segmenten sieht man scharenweise Investoren, die dort originär „nicht hingehören“ (Iim Zinssegment zum Beispiel sind es die Investoren, die Corporates „aus Ertragsnot“ kaufen. Gibt es solche Phänomene auch bei Tech-Aktien, die ja seit einigen Jahren - ausgenommen Social Media-Aktien - als „Value-Aktien“ gelten?

Johansen: Dieses Phänomen beobachten wir auch im Tech-Sektor. Zum einen geschieht das durch die zunehmende Gewichtung der Technologie-Aktien in den Indizes. Dadurch halten Investoren mit passiven Investments automatisch einen größeren Anteil. Für uns ist das aber kein Problem, im Gegenteil. Wir müssen uns als aktiver Stock-Picker nicht an einen Index halten und können etwa Übertreibungen auf den Märkten für unser Produkt nützen.   

Feiten: Gibt es, nachdem wir nun vermehrt höhere Volatilitäten haben, Überlegungen, künftig große Aktienpositionen zu veroptionieren, um in stagnierenden Märkten auch Seitwärtsrenditen zu generieren beziehungsweise in Abwärtsphasen einen leichten Puffer einbauen zu können?

Johansen: Vorweg, die Volatilität befindet sich gemessen am VIX Index auf historisch niedrigem Niveau. Nun zurück auf Ihre Frage. Für uns sind Optionen absolut kein Thema. Bei unserem Flaggschiffprodukt, dem DNB Technology, handeln wir nicht mit Aktien-Optionen oder unflexiblen, harten Limits. Der erfolgreiche Track Record über die vergangenen 15 Jahre scheint uns Recht zu geben.

Feiten: Was ist der nächste große Entwicklungsschub im Tech-Sektor?

Johansen: Den einen großen Schub sehen wir nicht. Es passieren im Technologie-Sektor viele Dinge gleichzeitig. Aber wichtige Entwicklungen sind sicher Cloud Computing und das Internet of Things, also das Internet der Dinge. Viel Energie und Geld wird im Silicon Valley in das selbstfahrende Auto investiert. Bei diesem Thema sind die Elektro-Mobilität und die Sharing Economy involviert.

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