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Frank Fischer ist vor allem bekannt als Manager des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Aber nur beim Absolutissimo-Fonds kann er offensiv und mit vollständig freier Hand zu Werke gehen.

Frank Fischer ist vor allem bekannt als Manager des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Aber nur beim Absolutissimo-Fonds kann er offensiv und mit vollständig freier Hand zu Werke gehen.

Fonds-Perle: Absolutissimo Value Focus

Absoluter Superlativ

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Frank Fischer und welcher Fonds?

So dürften viele reagieren, wenn sie den auf Nebenwerte spezialisierten Aktienfonds Absolutissimo Value Focus (WKN: A1C XU7) aufgetischt bekommen. Bekannt ist der Fondsmanager vor allem für den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (A0M 8HD). Der Absolutissimo-Fonds aber darf in Deutschland nicht beworben werden. Als sogenannter Luxemburger-Teil-2-Fonds dürfen Anleger ihn nur zum Quartalsende plus 180 Tage zurückgegeben. Das ist sein Nachteil. Ein kleiner.

Value-Investor mit Sternchen

Der Fonds wendet sich ohnehin an Anleger, die an die Vorteile eines langfristigen Value-Investings glauben. Diesen Ansatz kombiniert Frank Fischer mit einer für einen Value-Investoren ungewöhnliche Makro-Analyse. Sie entscheidet über die Höhe der Aktien-Quote. „Es geht uns um Risiken. Derzeit ist nicht das einzelne Unternehmen, dessen Bilanz oder sein Produkt das Hauptrisiko, sondern die Entscheidungen der Politiker und die Geldpolitik der Zentralbanken“, so Fischer. Entsprechend hoch liegt derzeit die Cash-Quote des Portfolios bei fast 20 Prozent.

Ansonsten geht es dem Fondsmanager nur um das eine: den Preis, den er für eine Aktie zahlt. „Selbst wenn wir eine nicht ganz so tolle Firma für einen fantastischen Preis bekommen, schlagen wir gerne auch mal zu“, so der 49-Jährige. Es gehe vor allem darum, nicht verwahrlostes, sondern gut geführtes Kapital im Portfolio zu haben.

Am liebsten mag er Unternehmen mit Preismacht, gesunder Bilanz und strukturellem Wettbewerbsvorteil. Auch wenn die Firmen eigentümergeführt sind, sei das von Vorteil.

Ein Beispiel ist das Unternehmen Secunet Security Networks, dessen Aktie bereits seit Fondsauflegung im Portfolio ist. „Im Geschäftsfeld Hochsicherheit ist Secunet bei Regierungsaufträgen in puncto verschlüsselter Behördenkommunikation quasi Monopolist“, erläutert Fischer. „Der von uns ermittelte faire Unternehmenswert ist bei Weitem noch nicht erreicht. Wir bleiben weiterhin dabei.“

Weniger ist mehr

Zusammen mit den Aktien der beiden Medizintechnikhersteller Pulsion Medical Systems und Immunodiagnostic Systems bildet der Titel die drei Top-Positionen des Fonds. Sie machen in dem ohnehin sehr konzentrierten Portfolio – es besteht zurzeit aus lediglich elf Positionen – allein fast 50 Prozent aus.

Ein gutes Händchen bei der Titelauswahl hat Fischer aber bewiesen. Seit Auflegung erzielte der Absolutissimo-Fonds – grammatikalisch übrigens der absolute Superlativ im Italienischen – ein Plus von fast 260 Prozent. Mit der Drei-Jahres-Performance von knapp 112 Prozent landet er gemäß Fondsanalysehaus Citywire auf Platz 1 in seiner Kategorie – und diese umfasst in Europa immerhin 1.231 Konkurrenzprodukte.

Die Namensgebung war bisher also nicht anmaßend. Ganz im Gegenteil, Fischer hat geliefert.


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