Wertpapierbörse in New York. | © imago images / ZUMA Wire Foto: imago images / ZUMA Wire

Fonds-Perle Fidelity Active Strategy US

Ohne die üblichen Verdächtigen

Aditya Khowala ist im vergangenen Jahr ein Kunststück gelungen: Mit dem Fidelity Active Strategy US (ISIN: LU0363262121) hat der Fondsmanager den amerikanischen Aktienmarkt – gemessen am repräsentativen Aktienindex S&P 500 – geschlagen. Der US-Aktienfonds lag mit einer Wertentwicklung von 32,7 Prozent 2 Prozentpunkte über dem Vergleichsindex.

Das schafft kaum ein Fonds der Vergleichsgruppe. Im Gegenteil: US-Aktienfonds hinken ihrer Messlatte im Schnitt knapp 9 Prozentpunkte hinterher. Auch die jüngsten Kursrückgänge fielen bei dem Fidelity-Fonds gedämpfter aus. Im März 2020 stehen 14,2 Prozent Minus des Fonds 17,5 Prozent Minus der Fondskategorie US-Flex-Cap-Aktienfonds gegenüber.

Dabei meidet Khowala, bis auf eine Ausnahme, die großen Technologiewerte. Facebook, Apple, Amazon und Microsoft hielt er bereits vor zwei Jahren für zu teuer. „Ein Einstieg ist nicht mehr zu rechtfertigen“, so Khowala damals. Von den sogenannten FAANG-Aktien hat der Fondsmanager nur die Google-Mutter Alphabet im Portfolio – mit 5,5 Prozent auf der Top-Position. Mit dem Halbleiterhersteller Intel findet sich zudem ein weiterer bekannter Name in den Top 10.

Auf Technologiewerte setzt Aditya Khowala aber hauptsächlich abseits der Riesen. Unter den Top-Positionen findet sich mit Fiserv etwa ein Software-Hersteller für die Finanzbranche, bei dem Khowala zuletzt deutlich zugekauft hat. Insgesamt machen Unternehmen aus Technologie und Kommunikation knapp 36 Prozent des Portfolios aus.

Mit 13 Prozent ist auch die Finanzbranche noch stark vertreten. „Die Marktentwicklung wird von langfristigen Wachstumszyklen und Themen bestimmt“, erklärt der Fidelity-Fondsmanager. Er suche nach Unternehmen mit angemessener Bewertung, die von diesen Trends profitieren.

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