Kurt Feuerman managt den Select Absolute Alpha Portfolio

Kurt Feuerman managt den Select Absolute Alpha Portfolio

Fonds-Perle: Select Absolute Alpha Portfolio

„Firmen im Portfolio sollten aktionärsfreundlich sein“

„Investoren sollten vorsichtig sein, wenn Unternehmen das Wetter als Entschuldigung für schlechte Performance nennen“, sagt Kurt Feuerman, Manager des US-Aktienfonds Select Absolute Alpha Portfolio von AllianceBernstein. Doch im Fall von Home Depot etwa, einer seiner größten Positionen im Portfolio, sei das zu Beginn dieses Jahres durchaus der Fall gewesen.

Feuerman: „Das kalte und stürmische Wetter hat nicht nur den Absatz gebremst, sondern auch die Gas- und Ölpreise steigen lassen. Auf das Vertrauen und damit die Nachfrage der Konsumenten hat sich das deutlich negativ ausgewirkt.“

Die guten Gewinnzahlen, die Home Depot Ende Februar meldete, hätten die Korrektur jedoch gestoppt. „Und wir sind überzeugt, dass es nach sechs Jahren der Entschuldung und des Sparens nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die Konsumausgaben wieder deutlich anziehen“, so der Fondsmanager.

Das werde Titeln wie Home Depot weiter Rückenwind geben, aber auch anderen großen Positionen im Portfolio wie der Hotelkette Wyndam Worldwide, dem Immobiliendienstleister Realogy oder den Geschäftsbanken Wells Fargo und US Bancorp.

Feuerman kauft Aktien US-amerikanischer Unternehmen, von denen er in den kommenden drei bis fünf Jahren Gewinnwachstum erwartet. Sie sollten ein transparentes und nachvollziehbares Geschäftsmodell und ein fähiges Management haben. Wichtig sind ihm und seinem siebenköpfigen Analystenteam dabei Kurstreiber wie Gewinnüberraschungen, positive Gewinnrevisionen oder abnehmender Pessimismus der Anleger.

„Und die Firmen sollten ein aktionärsfreundliches Verhalten haben, Dividenden ausschütten oder eigene Aktien zurückkaufen“, so Feuerman. Sowohl Home Depot als auch Wyndam hätten im vergangenen Quartal je 7 Prozent ihrer Aktien zurückgekauft.

In der Regel hält er zwischen 60 und 120 Aktien. Derzeit sind es 93. Ist ihm das Marktrisiko zu hoch, darf Feuerman auch Titel shorten, um das Netto-Engagement zu senken. Kandidaten für Leerverkäufe sind kurzfristig überbewertet oder lassen langfristige Probleme beim Geschäftsmodell erkennen. Per saldo ist Feuerman derzeit zu 46,8 Prozent im Aktienmarkt investiert.

Aufschwung intakt

Ziel ist eine positive absolute Rendite über alle Marktphasen hinweg. Seine Strategie verfolgt Feuerman, der im Juni 2011 zu AllianceBernstein New York wechselte, bereits seit 1999. Trotz der volatilen Zeiten am US-Aktienmarkt hat er seitdem nur in einem einzigen Jahr (2008) keine Gewinne erzielt. Gleichzeitig war die Volatilität um die Hälfte geringer als die des US-Aktienindex S&P 500.

Auch für die Zukunft ist Feuerman zuversichtlich: „Obwohl 2013 das beste Jahr des S&P 500 seit 1997 war, sind die Bewertungen immer noch deutlich niedriger als in der Spitze im Jahr 2000.“ Selbst wenn die US-Noten-bank den Geldhahn langsam zudrehe, mache er sich keine Sorgen um das Stehvermögen des US-Aktienmarkts.

Feuerman: „Aktien sind im Schnitt immer noch besser bewertet als Anleihen. Die Nachfrage nach Aktien dürfte zudem weiter steigen, und Nettovermögen sowie freier Cashflow der Haushalte sind auf einem Rekordhoch.“


Select Absolute Alpha Portfolio

Einsteigen: Weil Fondsmanager Kurt Feuerman seine Absolute-Return-Strategie bereits seit 14 Jahren sehr erfolgreich verfolgt.

Umsteigen: Aus Absolute-Return-Fonds, die ihr Versprechen nicht halten.

Besonderheit:
Feuerman darf Aktien shorten, wenn ihm das Marktrisiko zu hoch ist.



WKN:
A1J U0K

Auflegungsdatum:
2. März 2012

Fondsvolumen:
668 Millionen Euro

Performance seit Auflegung: 16,0 Prozent

Sharpe Ratio:
1,6

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