Kristina Bambach im Interview „Finanzen werden in der Erziehung oft den Jungs zugeordnet"

Kristina Bambach, Portfoliomanagerin von Eyb & Wallwitz, Porträtfoto
Kristina Bambach, Portfoliomanagerin bei Eyb & Wallwitz: "Ich fand Finanzen super spannend und hatte einen Vater, der mich ein bisschen mit an die Hand genommen hat."
© Eyb & Wallwitz
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Barbara: Kristina, du bist Portfoliomanagerin und Head of Responsible Investments bei der Fondsgesellschaft Eyb & Wallwitz in München. Kannst du erklären, was du den ganzen Tag machst und wie du dazu gekommen bist?

Kristina: Ja, ich verwalte liquide Vermögen in Anleihen und Aktien. Mein Job ist es, das Geld meiner Kunden so gut wie möglich anzulegen. Wie sieht so ein Tag bei mir aus? In der Regel lese ich sehr viel. Die asiatischen Börsen sind schon geöffnet, wenn ich in Deutschland in meinen Tag starte. Daher schaue mir die Nachrichten an: Was ist über Nacht in der Welt passiert? Was gibt es für News am Markt? Ich schaue mir auch die Aktien in meinem Portfolio und auf der Watchlist an. Gibt es unternehmensspezifische News, also nicht nur auf politischer und wirtschaftlicher Ebene, sondern auch spezifisch auf Unternehmensebene?  

In meinem Arbeitsalltag schaue ich stetig darauf, ob beispielweise die Aktie, die ich im Portfolio habe, noch in den Gesamtkontext passt – hat sich da irgendetwas getan? Haben die Zahlen herausgebracht? Es gibt ja auch immer regelmäßig Quartals- oder Jahreszahlen. Was steht da drin? Wie wirkt sich das, was gerade in der Welt passiert, auf mein Unternehmen aus und wie sieht der Gesamtkontext aus? Es ist also sehr zahlenlastig. Man muss sehr viel lesen und sich informieren.

Christin: Das klingt auf jeden Fall ziemlich komplex. War das schon immer dein Traumjob oder wie bist du dazu gekommen?

Kristina: Ich glaube, ich bin in meinem Leben ein paar Umwege gegangen, um dann am Ende hier rauszukommen. Ich habe zuerst die Mittlere Reife gemacht und dann eine Ausbildung zur Bankkauffrau, sprich das Interesse an Finanzmärkten war schon im jungen Alter da. Ich habe schon früher mit meinem Papa die „Börse vor acht” geschaut. Mit 15 Jahren habe ich mit meinem Papa mein erstes Depot eröffnet und mit ihm zusammen die ersten Aktien gekauft und Erfahrungen gesammelt. Irgendwann habe ich dann gemerkt, also im Bankenwesen, in dem ich unterwegs war, das interessiert mich eigentlich viel tiefer, was da passiert.

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