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Fonds-Porträt: BB Adamant Global Generics (Lux) „Generikaindustrie wächst dreimal stärker als Pharmasektor“

Oliver Kubli, Fondsmanager des BB Adamant Global Generics (Lux)

Oliver Kubli, Fondsmanager des BB Adamant Global Generics (Lux)

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Welche Investment-Story steht hinter Ihrem Fonds?

Oliver Kubli:
Die weltweite Generika-Branche ist derzeit in einer prima Verfassung. Wie in kaum einem anderen Industriezweig profitieren die Unternehmen von strukturellen Trends. Generika sind Kopien von Markenmedikamenten und gelten als die ökonomische Antwort auf steigende Gesundheitsausgaben in den Industrieländern. Darüber hinaus bieten sie direkten Zugang zum Wachstum in den Schwellenländern. Mit sogenannten Biosimilars, den Nachahmerprodukten von Biopharmazeutika, steht der nächste Wachstumstreiber bereits in den Startlöchern. Daraus resultieren geschätzte Wachstumsraten von jährlich zehn Prozent.


Wie lässt sich das Anlageuniversum Ihres Fonds beschreiben?

Der BB Adamant Global Generics soll ein möglichst „reiner“ Generika-Fonds sein. Das heißt, wir setzen vor allem auf Firmen, bei denen Generika die wichtigsten Umsatztreiber sind. Die Auswahl erfolgt auf der Basis von Fundamentaldaten und zieht das gesamte globale Investment-Universum mit ein. Fusionen und Übernahmen (M&A) sind nicht Hauptargument für eine Investition, gehören aber zur Entwicklung der Industrie und werden deshalb sehr genau beobachtet.

Auf Länderebene sehen wir derzeit große Chancen im japanischen Markt. Zu den größten Positionen im Fonds zählt entsprechend der japanische Markführer Sawai Pharmaceutical. Ebenfalls von kräftigem Wachstum geprägt ist der chinesische Markt, der ebenfalls von inländischen Anbietern dominiert wird. Fast die Hälfte des Fondsvermögens entfällt momentan jedoch auf die USA, den größten Generikamarkt der Welt. In Europa finden sich relativ wenige Anlagechancen.

Bitte beschreiben Sie Ihre Investmentphilosophie.

Wir verfolgen einen globalen Bottom-Up-Ansatz, der von Fundamentaldaten getriebenen wird. So wollen wir das Wachstum der Generikaunternehmen abgreifen. Wir wählen Titel aus, die überdurchschnittlich wachsen und gleichzeitig attraktiv bewertet sind.

Bitte beschreiben Sie uns Ihren Investmentprozess näher.

Wir wählen Firmen anhand von acht Kriterien aus – vier qualitativen und vier quantitativen. Um die Qualität eines Unternehmens zu bestimmen, analysieren wir das Management, die Pipeline, das operative Risiko sowie das Länderrisiko. Zusätzlich möchten wir wissen, wie eine entsprechende Gesellschaft im Verhältnis zu ihrem Wachstum bewertet ist und wie profitabel sie ist.

Die quantitativen Faktoren sind:

• das Kurs/Gewinn-Wachstums-Verhältnis (Price/Earnings-Growth-Ratio, PEG-Ratio),
• das Kurs/Umsatz-Verhältnis (Price/Sales-Ratio),
• der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization, EBITDA-Marge) und
• das Umsatzwachstum.

Wie erreichen Sie eine tragfähige Diversifikation?

Einerseits sind die großen Generikafirmen, wie beispielsweise Teva, selber bereits sehr gut diversifiziert. Andererseits finden wir auf der ganzen Welt spannende Unternehmen, die in unterschiedlichen Ländern reguliert sind, in unterschiedlichen Therapiegebieten und Länder/Regionen tätig sind und unterschiedliche Geschäftszyklen aufweisen. Dies bringt eine breite Streuung ins Portfolio.

Was unterscheidet Ihren Fonds von anderen Fonds aus der Vergleichsgruppe?

Unser Team besteht aus einem interdisziplinären Mix aus Branchenexperten mit langjähriger Erfahrung. So sind studierte Biochemiker oder Naturwissenschaftler mit ökonomischer Weiterbildung ebenso an Bord wie reine Ökonomen. Wir verfolgen den Generika-Sektor seit vielen Jahren und haben Spezialisten vor Ort in den USA wie auch in Asien, um die regionalen Trends in der Branche eng verfolgen zu können.

Für welche Zielgruppe eignet sich Ihr Fonds? Mit welchem Motiv/Ziel sollten Interessenten Ihren Fonds kaufen?

Wir sehen Generika als attraktive Beimischung für jedes Aktienportfolio. Insbesondere das Wachstum dieser Industrie, welches kaum vom konjunkturellen Umfeld abhängt, bietet Diversifikationspotenzial und zeichnet sich durch seine defensiven Eigenschaften aus.