Fonds-Studie offenbart Bestandsprovisionen

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In Europa aufgelegte Publikums-Aktienfonds zahlen ihren Vertriebspartnern derzeit eine durchschnittliche Bestandsprovision von 0,56 Prozent pro Jahr. Das zeigt eine Studie des Analysehauses Lipper. Bei europäischen Rentenfonds sind es demnach 0,41 Prozent und bei Geldmarktfonds 0,33 Prozent. 

„Damit machen die Vertriebsprovisionen bei Aktien- und Rentenfonds im Schnitt 28 Prozent der jährlichen Gesamtkosten aus“, sagt Lipper-Analysedirektor Ed Moisson. Bei Geldmarktfonds beträgt dieser Anteil 41 Prozent. 

Diese Zahlen beziehen sich auf 1.065 luxemburgische und 286 irische Fonds, die ihre Vertriebsprovisionen einzeln ausweisen. Für die übrigen Produkte aus den beiden Ländern hat Lipper die Provisionen geschätzt. Dazu haben die Analysten die Differenzen zwischen den jährlichen Gesamtkostenquoten von Anteilsklassen für institutionelle und private Anleger errechnet, denn bei Klassen für Institutionelle würden in der Regel keine Vertriebsprovisionen fällig. Das Ergebnis: Die Dunkelziffer der Provisionen für alle Aktienfonds liegt bei 0,65 Prozent. Bei Rentenfonds sind es 0,4 Prozent und bei Geldmarktfonds 0,26 Prozent. 

In den USA aufgelegte Fonds sind gegenüber dem Vertrieb nicht so großzügig. Der Studie zufolge gehen bei einem globalen Aktienfonds, der in Europa aufgelegt ist, jährlich 0,6 Prozent an den Vertrieb. Bei einem gleichartigen Produkt aus den USA sind es nur 0,28 Prozent. 

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