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Meldete ordentliche Zahlen fürs Gesamtjahr: BVI-Präsident Tobias C. Pross | © Allianz

Fondsbranche 2018 Vermögen sinkt trotz guten Neugeschäfts

Beim Fondsverband BVI zeigt man sich zufrieden mit dem Investmentjahr 2018. Zumindest mit dem Neugeschäft. Denn obwohl die Branche netto ordentlich Geld einsammelte, sank das verwaltete Vermögen. Was natürlich an den allseits gesunkenen Aktien-, Anleihe- und Rohstoffkursen lag. Somit folgerte BVI-Präsident Tobias C. Pross auf der Pressekonferenz: „Die Fondsbranche hat sich 2018 trotz des schwachen Börsenjahres gut entwickelt.“

Die Zahlen im Einzelnen: Netto sammelte die Fondsbranche insgesamt 119 Milliarden Euro ein. Davon fallen 95 Milliarden Euro auf Spezialfonds, 22 Milliarden auf Publikumsfonds und der Rest auf geschlossene Fonds.

Das verwaltete Vermögen sank trotzdem im Laufe des Jahres um 1,6 Prozent von 3.001 Milliarden auf 2.954 Milliarden Euro. Immerhin – darauf weist der Verband hin – habe sich das Gesamtvermögen im Vergleich zu Ende 2008 noch immer fast verdoppelt. Dazu muss man aber sagen, dass damals gerade ein extremer Crash fast vorbei war, die Kurse also am Boden lagen. Das Vermögen lag dann bei 1.505 Milliarden Euro, ein Jahr zuvor aber noch bei 1.698 Milliarden.

Bei den Publikumsfonds geht übrigens fast der ganze Zufluss aufs Konto von Mischfonds, hier waren es nämlich 21,6 Milliarden Euro. Aktienfonds sammelten immerhin 675 Millionen Euro ein und Geldmarktfonds 2,4 Milliarden Euro. Dagegen gaben Rentenfonds satte 5,7 Milliarden Euro ab, Garantiefonds 1,6 Milliarden Euro und Zielvorgabefonds 1,3 Milliarden Euro.

Bei den großen Vieren gibt es indes einen klaren Gewinner des Jahres: Allianz Global Investors. Die Fondsgesellschaft holte inklusive der Tochter Pimco netto 8,4 Milliarden Euro neu ins Haus. Auch Union Investment schnitt stark ab und sammelte 2,5 Milliarden Euro ein. Der Deka verhagelte ein mieser Dezember das Jahr, der Abfluss lag in dem Monat bei 1,2 Milliarden Euro. Unterm Strich bleibt 2018 ein Zufluss von 277 Millionen Euro. Die DWS beendete das Jahr mit einem Zufluss von 288 Millionen Euro im Dezember immerhin versöhnlich. Am Ende bleibt aber ein Minus von 1,8 Milliarden Euro 2018.

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