Aktualisiert am 04.10.2016 - 18:24 UhrLesedauer: 6 Minuten

Fondsexperten liefern Antworten Die 4 wichtigsten Fragen für Fondsanleger 2016

Franzosen versammeln sich an der Place de la Republique in Paris, um den Opfern der Anschläge vom 13. November 2015 zu gedenken: Politische Risiken wie die neu aufgeflammte Terrorgefahr könnten den Märkten 2016 gefährlich werden. Foto: Getty Images
Franzosen versammeln sich an der Place de la Republique in Paris, um den Opfern der Anschläge vom 13. November 2015 zu gedenken: Politische Risiken wie die neu aufgeflammte Terrorgefahr könnten den Märkten 2016 gefährlich werden. Foto: Getty Images

2016 wird kein einfaches Börsenjahr. In diesem Punkt ist sich die Fondsbranche weitgehend einig. Zu unsicher sind etwa die möglichen Folgen von politischen Entwicklungen wie der Flüchtlingskrise in Europa oder der seit den Anschlägen von Paris neu aufgeflammten Terrorgefahr. Auch die Zinsentwicklung in den USA dürfte für einige Windböen sorgen, vor allem in den Schwellenländern. Ebenso wie die neuen Regularien unter Mifid II, die unter anderem massive Anforderungen an Dokumentation und IT-Systeme der Fondshäuser stellt.

Wir haben namhafte Fondsgesellschaften nach ihrer Einschätzung zum Börsenjahr 2016 gefragt. Dabei gibt es auch gute Prognosen. Einen Crash an den Aktienmärkten erwartet von den Befragten zum Beispiel keiner. Und trotz aller Volatilität und Unsicherheit gibt es Produkte, mit denen Anleger jetzt gut aufgestellt sein sollten. Wir fassen Ihnen hier die wichtigsten Aussagen zusammen.

Was passiert an den großen Märkten?

Durch die Bank sagen die Experten den Industrienationen die besseren Chancen für 2016 voraus. Das liegt vor allem am Zusammenspiel aus einer durch den Binnenkonsum getriebenen Konjunktur, dem billigen Öl, einer niedrigen Inflation und einem sich weiter verbessernden Arbeitsmarkt in vielen Industrienationen.

Wie sieht es aber konkret in den einzelnen Märkten aus? „Für die USA prognostizieren wir ein positives, moderates Wachstum und einen stabilen Arbeitsmarkt. Unserer Meinung nach werden die USA 2016 als globaler Wachstumsmotor fungieren“, sagt Daniel Lösche, Investmentstratege bei Schroders. Dem stimmt auch Grant Bowers, Fondsmanager des Franklin U.S. Opportunities, zu. Die längerfristigen Wachstumstreiber für Sektoren wie Gesundheitswesen, IT und zyklische Konsumgüter seien nach wie vor intakt. „Viele Unternehmen halten fast rekordhohe Barmittelbestände, die sie unter anderem für höhere Dividendenausschüttungen, Aktienrückkäufe, Forschung und Entwicklung sowie neuerdings auch für Fusionen und Übernahmen verwenden“, so Bowers. Und auch wenn aktuelle Daten darauf hindeuten, dass sich die Erholung am Arbeitsmarkt und das Lohnwachstum im Sommer verlangsamt haben, erwartet der Franklin-Templeton-Mann stabile Konsumausgaben.

Tipps der Redaktion
Foto: Zinswende: Erleichterung, Alarm – und ein wenig Besinnlichkeit
Wachtendorf-KolumneZinswende: Erleichterung, Alarm – und ein wenig Besinnlichkeit
Foto: Marc Faber kritisiert die Fed-Zinswende
„Exakt der falsche Zeitpunkt“Marc Faber kritisiert die Fed-Zinswende
Foto: Christoph Bruns: „Die größten Gefahren lauern bei Anleihen
Loys GlobalChristoph Bruns: „Die größten Gefahren lauern bei Anleihen“
Mehr zum Thema