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Fondsmanager: China hui, Japan pfui

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„Die Prognosen der Fondsmanager im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum Chinas sind jetzt so positiv wie seit 2007 nicht mehr", erklärte Michael Hartnett, Chefstratege für Schwellenländer bei Merrill Lynch. So ist der Anteil der Fondsmanager, die für China in den nächsten zwölf Monaten eine weitere Wachstumsabnahme prophezeien, von 70 Prozent im Januar auf 21 Prozent im Februar gesunken. Vor allem Rohstoffe steigen derzeit in der Gunst der Finanzmarktprofis. Auch Positionen in Aktie aus den Branchen Technik, Energie und Materialien sowie in Industrieaktien wurden im Februar verstärkt aufgebaut. Die Sektoren Telekommunikation, Versicherungen, Grundnahrungsmittel und Versorger werden aktuell schwächer gewichtet. Im Vergleich zum Vormonat nahm außerdem die Risikobereitschaft der Befragten deutlich zu. Auch die Nachfrage nach US-Aktienkapital ist im Februar wieder erwacht. Aufgrund positiver Gewinnprognosen wollen 31 Prozent der befragten Fondsmanager US-Aktien in den kommenden 12 Monaten übergewichten. An Japan geht der wachsende Optimismus dagegen vorbei. So leidet das Land, den Umfrageergebnissen zu Folge, an einer überbewerteten Währung. Zum ersten Mal gaben die Befragten an, dass der Yen überbewerteter als der Euro ist. Die pessimistische Stimmung bezüglich des Euro ist weitestgehend abgeklungen. Auch die makroökonomische Prognose für Europa ist im Vergleich zum Vormonat etwas positiver geworden. Die hohe Bargeldorientierung europäischer Fondsmanager, die den Forschern bereits im Januar aufgefallen war, blieb dagegen auch im Februar auf einem vergleichbaren Niveau. Insgesamt nahmen 212 Fondsmanager, die eine Gesamtsumme von 599 Milliarden US-Dollar verwalteten an der Befragung teil. Die Umfrage wurde von Bank of America Securities Merrill Lynch Research mit Unterstützung des Marktforschungsunternehmens Taylor Nelson Sofres (TNS) durchgeführt.

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