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Sascha Schadly managt den offenen Immobilienfonds Leading Cities Invest. | © Felix Schmitt Foto: Felix Schmitt

Portfoliomanager über offene Immobilienfonds

„Wichtig sind jetzt Liquidität und Streuung“

DAS INVESTMENT: Herr Schadly, das Corona-Virus hat die Finanzmärkte fest im Griff. Wie zeigt sich das am Immobilienmarkt?

Sascha Schadly: Corona beeinflusst alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche. Auch unsere aktuellen Stresstests und Risikobewertungen ergeben, dass das Virus den Wirtschaftskreislauf schwer beeinträchtigt. In der Folge brechen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Wachstumszahlen ein. Besonders stark betroffene Branchen leiden unter Liquiditätsengpässen und sind zahlungsunfähig.

Offene Immobilienfonds sollen derzeit aufgrund ihrer hohen Cash-Quoten gut gewappnet sein. Wie sieht das beim Leading Cities Invest aus?

Schadly: Angemessene Liquidität ist eine ganz wichtige Voraussetzung für Fondsmanager, um diese Krise und alle damit verbundenen Probleme zu meistern. Der Leading Cities Invest hat darüber hinaus in der aktuellen Corona-Krise vor allem durch seinen Mix in der Mieterschaft und sein breit gestreutes Immobilienportfolio ein im Vergleich zu anderen Fonds unterdurchschnittliches Risikoprofil. Zudem sind Anleger gegen Verwerfungen wie nach der Lehman-Krise geschützt, da der Leading Cities Invest ein Immobilienfonds der neuen Generation ist, bei dem ohne Unterschied für alle Anleger die schockresistenten Mechanismen der neuen Gesetzgebung greifen. Es gilt eine zwölfmonatige Kündigungsfrist sowie eine vierundzwanzigmonatige Mindesthaltedauer für Fondsanteile.

Wie greifen Sie das Risiko im Fonds?

Schadly: Der Fonds hat ein breit diversifiziertes Mieterportfolio mit guter Bonität. Risikoanalysen aus dem Monat März zeigen, dass nur 10,6 Prozent des Mieterportfolios ein erhöhtes Risikoportfolio haben. Das heißt natürlich nicht, dass dieser kleine Anteil an Mietern auch tatsächlich ausfällt.

Haben Sie im Fonds bereits Maßnahmen ergriffen?

Schadly: Ja, und zwar in erster Linie im Management. Um den Geschäftsbetrieb unter den aktuellen Umständen aufrecht zu erhalten, schafft unsere Gruppe seit Mitte März alle Voraussetzungen dafür, bis auf ein Kernteam alle Mitarbeiter dezentral im Homeoffice zu vernetzen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass alle Kernprozesse wie Anteilswertermittlung, Reporting oder laufendes Risiko-Controlling gut funktionieren. Bisher läuft alles völlig reibungslos. Reisetätigkeiten unseres Teams sind aber auf ein absolut notwendiges Minimum reduziert.

Der Leading Cities Invest besteht zu drei Vierteln aus Büroimmobilien. Inwieweit reduzieren Arbeitsmodelle wie Homeoffice den Bedarf an Büroflächen?

Schadly: Es stimmt, dass der Fonds in erster Linie ein Büro-Immobilienfonds ist. Die Krise ändert wie gesagt vieles. Es weiß aber keiner, was genau noch auf Immobilien-Investoren zukommt. Firmen und Unternehmen werden auch nach der Corona-Krise für ihre Zentralen und Verwaltungen Büroraum und Standorte benötigen.

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