Fondsmanager-Legende im Podcast-Interview Mark Mobius über Investmentchancen in Schwellenländern

Fondsmanager-Legende Mark Mobius: Schwellenländer bieten Anlegern chancenreiche Anlagemöglichkeiten.  | © Franklin Templeton Foto: Franklin Templeton

Schwellenländer zeigen laut Mark Mobius derzeit einige erfolgversprechende Entwicklungen. Besonders im Bereich der Technologie holen die Emerging Markets auf. Neue Ideen und die Geschwindigkeit der Kommunikation ermöglichen dabei fortschrittliche Innovationen.

Unter den Schwellenländern gibt es viele sogenannte „Innovatoren“ – also Länder, die eine Innovation aufgreifen und dabei hohe Risiken eingehen – beispielsweise Kenia. Besonders interessant für Anleger ist die Größe der Emerging Markets: Früher konnten Investoren lediglich in sechs Märkte investieren – heutzutage sind es 70. Auch der Umfang der Marktkapitalisierung hat sich rasant verändert – anfangs waren es lediglich vier Prozent, heute sind knapp 40 Prozent der globalen Marktkapitalisierung den Schwellenländern zuzurechnen. Zugleich machen die Emerging Markets 45 Prozent des BIPs der Welt aus.

Technologie-Vorreiter aus den Schwellenländern

Sollten Anleger in eine Einzelaktie investieren oder gleich in den Index eines Landes? Viele chancenreiche Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Schwellenländern – beispielsweise führt der E-Commerce-Anbieter Mercado Libre seine Geschäfte von Argentinien aus. Obwohl das Land derzeit vor einem erneuten Bankrott steht, ist das Unternehmen eine vielversprechende Anlageoption. Auch Südafrika und die Türkei sind nicht ohne: Zwar ist aus der Makro-Perspektive von Investitionen abzuraten; dennoch finden sich auch hier zahleiche erfolgversprechende Unternehmen. Auf zwei Aspekte sollten Anleger bei Investments in Schwellenländern besonders achten: Zum einen auf die Wertentwicklung der Währung und zum anderen auf die sogenannten „Exchange Controls“.

Die globale Digitalisierung wird durch das Corona-Virus beschleunigt. Einige Großkonzerne können dadurch ihre Monopol-Stellung ausbauen. Schlechte Nachrichten für Schwellenländer-Investments? Nein, vor allem Indien kann seine Führungsposition im Bereich Software-Technologie und Outsourcing ausweiten. Der Grund liegt in einer Bevölkerung, die mit der Weltsprache Englisch vertraut ist und darin, dass die Regierung Indiens den Technologie-Import beschränkt. Damit sind Indiens Leistungsträger gezwungen, eigene Ideen und Produkte zu entwickeln – was sehr gut gelingt.

Insbesondere die Cloud-Technologie ist stark von Schwellenländern und deren Innovationen abhängig. Taiwan und Korea sind weltweit Vorreiter der Cloud-Technologie. Das größte Unternehmen Taiwans, die Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), hat sich als Pionier dieser Technologie einen Namen gemacht.

Das vollständige Podcast-Interview mit Mark Mobius finden Sie hier:

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