Fondsmanager-Umfrage: Optimismus erreicht Vorkrisen-Niveau

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Da staunen die Analysten von Merrill Lynch nicht schlecht: „Eine extreme Trendumkehr von dem apokalyptischen Pessimismus im März“, stellen sie im Rahmen ihrer August-Umfrage unter 204 Fondsmanagern fest. Nun deuteten die wichtigsten Daten darauf hin, dass die Stimmung am Markt so gut ist wie seit Beginn der Finanzkrise nicht mehr. So erwarten drei Viertel der Befragten, dass sich die Weltwirtschaft demnächst erholt. Nur wenige rechnen dagegen mit einem Double Dip, also einem zweiten Absturz. Resultat dieses neuen Optimismus ist auch eine erhöhte Risikobereitschaft. So ging die durchschnittliche Cash-Quote innerhalb nur eines Monats von 4,7 Prozent auf 3,5 Prozent zurück. Das ist der niedrigste Stand seit Juli 2007. Berücksichtigt man dabei, dass die Befragten insgesamt rund 554 Milliarden Dollar verwalten, wird klar, dass allein diese 204 Manager in einem Monat 6,6 Milliarden Dollar in den Markt gedrückt haben. Hinzu kommt, dass die Manager derzeit die höchste Aktienquote seit Oktober 2007 und die niedrigste Rentenquote seit April 2007 fahren. Damit wird auch klar, woher der Aktienmarkt in diesem Monat seine verblüffende Stärke bezog. Eigentlich schon ein Grund, vorsichtig zu werden.

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