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Fondsmanager von HQ Trust Die Value-Grundidee geht nicht mehr auf

Seit rund zehn Jahren haben Value-Investoren das Nachsehen: Die Strategie, Aktien günstig einzukaufen und dann einfach die Zeit für sich arbeiten zu lassen, bis die Titel an Wert zugelegt haben, zieht nicht mehr.

Und auch die traditionelle Rechnung „Value-Titel gleich schwankungsarme Aktie“ geht nicht mehr auf: Nur bis etwa zur Finanzkrise glichen sich Value-Aktien und Aktien mit vergleichsweise geringer Volatilität in ihrer Wertentwicklung. Deutlich abzulesen ist das, wenn man die Indizes S&P Low Volatility und S&P Pure Value miteinander vergleicht. Ab 2008 zeigt sich eine recht gegenläufige Entwicklung.

Jährlicher Performance-Unterschied des S&P Low Volatility und S&P Pure Value zum S&P 500

In Prozentpunkten

Zeitraum 31.07.1997 bis 10.07.2019, Quelle: Thomson Reuters Datastream/HQ Trust

„Anleger machen seit zehn Jahren einen Bogen um Value. Seit der Finanzkrise fällt es auch Berkshire Hathaway schwer, den Index zu schlagen“, sagt Sven Lehmann, Fondsmanager des HQT Global Quality Dividend. Berkshire-Hathaway-Gründer Warren Buffett gilt als eine Ikone der Value-Anlagestrategie. „Eine solche Phase der Underperformance gab es noch nie – sowohl, was deren Dauer als auch deren Quantität angeht“, so Lehmann.

Nach wie vor investierten Anleger gern in Titel mit geringer Schwankungsbreite. Die unter dem Label "Quality-Aktien" laufenden Titel seien im Gegensatz zu Value-Aktien allerdings kaum günstig zu haben.

Die Entwicklung spiegele sich auch in der Zusammensetzung der Indizes wider: Es gebe keine Aktie mehr, die gleichzeitig unter den ersten zehn des Low-Vola-Index und des Value-Index von S&P auftauche, so Lehmann.

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