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in RentenfondsLesedauer: 3 Minuten

Fondsperle Jupiter Strategic Absolute Return Bond In der Kreide

Ein Weihnachtsbaum vor dem Weißen Haus
Ein Weihnachtsbaum vor dem Weißen Haus: Das Portfolio des Jupiter Strategic Absolute Return Bond besteht zu einem Großteil aus US-Staatsanleihen. | Foto: Imago Images / Cover-Images

Gute Nachrichten sind für Investoren aktuell rar gesät: Der Aktienmarkt schwächelt, die Inflation macht der Wirtschaft zu schaffen, und seit die Zentralbanken die Leitzinsen anheben, haben es auch die Manager von Anleihefonds nicht leicht. Warum? Durch die steigenden Zinsen werden zwar besser verzinste Anleihen ausgegeben, doch Rentenfonds besitzen meist noch Anleihen mit niedriger Verzinsung – welche nun weit weniger begehrt sind, was die Kurse sinken lässt.

Umso bemerkenswerter also, dass der Jupiter Strategic Absolute Return Bond (ISIN: IE00BLP58H90) es trotzdem schaffte, in diesem Jahr einen Zuwachs von 22,3 Prozent zu erzielen. Seit seiner Auflegung im Mai 2014 kam er auf eine Wertentwicklung von fast 44 Prozent und schlug damit bei Weitem seinen Sektor der Renten Strategiefonds, welcher im selben Zeitraum lediglich 5 Prozent erreichte.

Wie konnte das gelingen? Kern des Fonds sind mit 85,7 Prozent Staatsanleihen, allen voran US-amerikanische. „Die USA hat eine starke Währung, die den Inflationsdruck mildert“, so Fondsmanager Mark Nash. Damit spielt Nash auf den steigenden US-Dollar an, der seit Jahresbeginn rund 15 Prozent an Wert gegenüber dem Euro zugelegt hat. Das bescherte Euro-Anlegern Währungsgewinne. Ein Übriges taten dann Short-Positionen auf langlaufende Staatsanleihen aus den USA, Großbritannien und Deutschland sowie auf Firmen-Bonds. Ein Instrument, das Nash mit seinem Team in einem Marktumfeld wie 2022 ganz gezielt nutzt.

Und wie geht es weiter? „Es besteht die Gefahr, dass die Notenbanken die Inflation nicht in den Griff bekommen, und dann werden die Zinsen steigen“, so Nash. Für zehnjährige US-Staatsanleihen etwa erwartet er ein Niveau von mehr als 4 Prozent. Wetten auf fallende Anleihekurse seien also auch künftig eine Option, wenngleich er dabei wegen der bereits stark gestiegenen Renditen deutlich vorsichtiger agiert als noch vor einem halben Jahr. Chancen für die Zukunft sieht Nash bei Lokalwährungs-Anleihen aus Schwellenländern mit hohen Rohstoffressourcen: „Weniger Inflation und fiskalischer Stress stützen die Bewertungen der Anleihen dieser Länder“, sagt Nash.

 

Bei aller Risikofreude hat der Jupiter-Manager neben einer positiven Gesamtrendite ein zweites übergeordnete Ziel im Blick: eine stabile Volatilität zwischen 2,5 und 4,5 Prozent. Dass er sich dabei trotz der jüngsten Turbulenzen momentan eher am unteren Rand der angestrebten Bandbreite bewegt, ist ein Qualitätsmerkmal, das sich mittlerweile auch in steigenden Mittelzuflüssen niederschlägt. Die Tage, in denen der Jupiter Strategic Absolute Return Bond als Fondsperle gilt, dürften also gezählt sein.

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