Skulptur mit Schutzmaske vor dem Brunnen Kreislauf des Geldes in Aachen: Der Mischfonds Vates Parade kam solide durch die Corona-Turbulenzen | © imago images / blickwinkel Foto: imago images / blickwinkel

Fondsperle Vates Parade

Geld-Parkplatz

Finger weg von Aktien, so lautet das Motto von Benjamin Bente in der Corona-Krise. Bereits Ende Januar 2020 senkte der Fondsmanager den Anteil der Anlageklasse im Vates Parade (ISIN: LU1098509851) auf 33 Prozent. Im März fuhr er die Quote dann auf null. Keine Aktien mehr.

Benjamin Bente, Investmentchef bei Vates Invest
Foto: Anja Waegele

Alternativ standen Bundesanleihen ganz oben auf seiner Investment- Liste. Grund waren Warnungen aus dem hauseigenen Risikomanagement. Dabei handelt es sich um ein System, das vorwiegend mit konjunkturellen und geldpolitischen Daten aus den USA gespeist wird. Grund ist deren hohe Qualität. „Daten aus Übersee sind einfach am besten“, sagt Bente.

Sein Risikomanagement funktioniert wie eine Ampel. „Schaltet das System auf Rot, sichern wir den Vates Parade mit Futures auf den S&P 500“, erklärt Bente. Das US-Börsenbarometer sei in bisherigen Krisen stets liquide gewesen. Zudem sei der Handel mit den Instrumenten günstig und schnell. „Wir können die Aktienquote im Vates Parade in einer Minute in der Bandbreite zwischen plus 133 und minus 33 Prozent ändern“, sagt Bente.

Die Management-Strategie des Vates Parade ist nicht neu. Als die Börsenkurse im vierten Quartal 2018 sanken, hat Bente damit Schadensbegrenzung für Investoren betrieben. „Börsenzyklen sind seit Jahrzehnten immer gleich“, sagt der Fondsmanager. Nahezu jeder Bärenmarkt sei mit geldpolitischer Restriktivität oder konjunkturzyklischen Hindernissen zusammengefallen.

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