Blick von der Dax-Tafel auf den Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt: Je größer das Risikobudget des Kunden in Fondspolicen ist, desto höher kann auch die jeweilige Aktienquote ausfallen. Foto: Getty Images

Blick von der Dax-Tafel auf den Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt: Je größer das Risikobudget des Kunden in Fondspolicen ist, desto höher kann auch die jeweilige Aktienquote ausfallen. Foto: Getty Images

Fondspolice für jede Marktlage: Der Risikomanager

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Geht es um die Rendite der Kapitalanlage, sind alle Anleger gleich: Alle wollen möglichst viel, jeder will von boomenden Märkten ein großes Stück abhaben. Beim Risiko aber ist das ganz anders. Ein Familienvater hat ein anderes Risiko als ein Junggeselle, eine 45-Jährige braucht mehr Sicherheit als eine 20-Jährige. „Wir führen etwa 500.000 Premium- Depots – und keines davon gleicht dem anderen“, sagt Hans-Wilhelm Zeidler, Vertriebsvorstand der Zurich Gruppe Deutschland. Denn mit der Produktreihe Premium, einer fondsgebundenen Rentenversicherung mit Garantie, richtet sich der Versicherer an viele unterschiedliche Kundengruppen wie Steuersparwillige, Familienmenschen und Berufstätige. Dementsprechend ist das Produkt in allen drei Schichten der Altersvorsorge als Rürup- oder Riester-Rente, Betriebs- oder private Rente zu haben. Und dementsprechend ist die Extra- Wurst, die es für jeden Zurich-Kunden gibt, auch gewollt. Möglich wird das durch das Herz der Premium-Reihe, den sogenannten individuellen CPPI-Mechanismus (Constant Proportion Portfolio Insurance). Eine Extra-Wurst für Jedermann Dazu wird das Depot jedes Kunden täglich individuell berücksichtigt – und es wandert nicht nur in einen Topf. „Die individuelle Betrachtung erlaubt deutlich mehr Renditechancen bei gleichbleibend hoher Garantie“, so Zeidler. „Sie ermöglicht darüber hinaus sogar eine Individua lisierung der Garantie. So kann der Kunde im Vertragsverlauf flexibel das Garantieniveau erhöhen und bereits eingefahrene Gewinne absichern.“ Garantiert sind die eingezahlten Beiträge des Kunden, sie sollen am Ende der Vertragslaufzeit mindestens zur Verfügung stehen. Dazu teilen die Experten der DWS das Kundendepot in einen chancenreichen und einen sicheren Teil auf. Zu welchen Teilen, bestimmt das Risikobudget, das für jedes Depot, also für jeden einzelnen Kunden, abhängig von der Vertragslaufzeit, dem Zinsniveau, den Aktienmärkten und dem eingezahlten Kapital jeden Tag neu bestimmt wird. Ziehen in guten Börsenphasen die Aktienkurse an, vergrößert sich mit diesem Anstieg auch das Risikobudget. Der Anteil der chancenreichen Komponente, die aus Dachfonds der DWS besteht, kann jetzt gut und gerne auf 100 Prozent steigen. Brechen die Kurse aber ein, schrumpft durch den Kursrutsch auch das Risikobudget. Das Modell zieht dann die Reißleine und verringert die Dachfondsquote – es schichtet stattdessen in Renten- und Geldmarktfonds um. Übersteigt das Fondsguthaben in der Folge den Wert der Beitragsgarantie, können Kunden diesen alle Jahre wieder über die Lock-in-Funktion sichern. Liegt das Fondsguthaben etwa bei 100.000 Euro, kann der Fondswert nicht mehr unter diesen Wert sinken. >> vergrößern   Verluste kurz vor Schluss verhindern Rückt die Rente näher, bietet die Zurich weitere Garantiebausteine. Zehn Jahre vor Vertragsablauf startet der Ablaufstabilisator: Hierbei schichten die DWS-Experten das Guthaben sukzessive von renditeorientierten in weniger offensive Dachfonds um. Das minimiert das Schwankungsrisiko kurz vor Vertragsende. Fünf Jahre vor dem Ende des Vertrags wird es noch einmal individuell. Der Kunde kann eine Höchststandsicherung bestimmen, die die Untergrenze seines Vertragsguthabens ausmacht – es kann danach nur noch steigen. Die Kapitalanlage passen die DWS-Experten dementsprechend an. So soll verhindert werden, dass kurz vor Vertragsschluss noch Guthaben verloren geht, das durch die kurze Restlaufzeit nicht mehr zurückgewonnen werden kann. 

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