Andreas Köster

Andreas Köster

Fondsporträt: UBS All-Rounder Fund

"Wir gewichten Anlageklassen nicht nach Risikobeiträgen"

//
Die Konjunkturphase, in der wir uns befinden, hat wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der einzelnen Anlageklassen“, sagt Andreas Köster, Fondsmanager des UBS All-Rounder Fund.

So nimmt laut Köster in einem Aufschwung die Risikoneigung der Investoren zu. In der Vergangenheit zahlte es sich deshalb aus, Aktien aus konjunktursensiblen Branchen, Industriemetalle oder hochverzinsliche Anleihen im Portfolio stärker zu berücksichtigen. Im Abschwung dagegen gelte es, in sichere Staatsanleihen, Edelmetalle oder Aktien aus dem eher konjunkturunabhängigen Gesundheitswesen zu wechseln.

Der Haken: Eine solche Umschichtung ist aufwendig und kostenintensiv. Noch problematischer wird es, wenn die Konjunktur Fehlsignale liefert und dann erneut umgeschichtet werden muss. UBS hat deshalb für jede Phase ein entsprechendes Portfolio gebaut und in einem Fonds zusammengefasst.

So enthält das Boom- Portfolio Anlageklassen, die in einem solchen Umfeld erfahrungsgemäß am besten abschneiden. Also zum Beispiel Aktien aus den Sektoren Energie oder Technologie oder Investments in den Schwellenländern, wobei die Umsetzung der Asset-Allocation mittels passiver Instrumente wie Exchange Traded Funds oder Derivate erfolgt.

Das Szenario-Portfolio mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit wird am stärksten gewichtet, das mit der niedrigsten Wahrscheinlichkeit am geringsten. Aktuell zum Beispiel hat das Boom-Portfolio im UBS All-Rounder einen Anteil von 40 Prozent, die Ab-und-Aufschwung-Portfolios kommen auf je 25 Prozent, das Rezessionsportfolio dagegen nur auf 10 Prozent.

„Daneben ist entscheidend, dass wir die Anlageklassen nicht nach Rendite-, sondern nach deren Risikobeiträgen gewichten“, so Köster. Das heißt, Anlagen mit stärkeren Kursschwankungen werden niedriger gewichtet als stabilere Investments. So wird erreicht, dass keine Anlageklasse einen zu dominanten Einfluss auf die Wertentwicklung hat und dass sich der Fonds in Phasen stark schwankender Kurse vergleichsweise stabil entwickelt.

„Wir nutzen damit ein über den gesamten Zyklus hinweg breit gestreutes und systematisch ausgewogenes Portfolio“, sagt Köster. Der Fonds soll so den realen Erhalt des Vermögens sichern und durch das Konjunkturphasen Management zusätzliche Erträge generieren.
         

Mehr zum Thema
Fondsporträt: Patriarch SQ New Normal„Ein naiv diversifiziertes Portfolio reicht künftig nicht mehr aus“ Fondsporträt: Raiffeisen-Global-Allocation-Strategies-Plus„Wir steuern auch das absolute Risiko“ funds excellence 2013: „Erwartungen übertroffen“