Fondsranking: Die großen Verlierer des Vorjahres holen auf

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2008 minus 64 Prozent, 2009 gerade einmal plus 20 Prozent, 2010 wieder minus 41 Prozent – die bisherigen Jahresergebnisse des 2007 aufgelegten Lyxor MSCI Greece deuten nicht gerade auf eine Erfolgsstory hin. Doch zumindest 2011 sieht bislang anders aus: Per Ende Januar schaffte der börsennotierte Indexfonds der Société-Générale-Tochter ein Plus von 15 Prozent, mehr als jeder andere in Deutschland zum Vertrieb zugelassene Investmentfonds.

Der Blick aufs Verfolgerfeld macht deutlich, dass dies kein Zufall ist. Denn auch auf den folgenden Plätzen finden sich reihenweise Fonds, die 2010 noch ganz am unteren Ende der Tabelle standen: Hebel-ETFs auf den Euro Stoxx 50 etwa oder ein ETF, der den Branchenindex Euro Stoxx Banks abbildet. Kurz: Lauter Angebote, die Anleger vor dem Hintergrund der europäischen Schuldenkrise lange Zeit nicht einmal mit der Kneifzange anfassen mochten, denen sie nun aber offenbar einiges an Aufholpotenzial zutrauen. Wie weit die neue Zuversicht trägt, müssen die kommenden Monate aber erst noch zeigen. Der Rückstand speziell griechischer Aktien auf besser gelaufene Bereiche des europäischen Anlageuniversums ist zwar nach wie vor groß, doch die Risiken sind es auch: Immerhin besteht der von Lyxor nachgebildete MSCI Greece zu mehr als zur Hälfte aus Finanzdienstleistern.

Einige strahlende Sieger des Vorjahres rutschten dagegen im Januar zweistellig in die roten Zahlen. Besonders hart traf es auf Gold- und Silberaktien spezialisierte Fonds, die bis zu 20 Prozent an Wert verloren. Ob die Gold- und Silber-Rally vor dem Aus steht oder ob sogar eine Blase platzt, scheint allerdings keinesfalls sicher: Nach der jüngsten Sitzung der Europäischen Zentralbank am vergangenen Mittwoch präsentierten sich die Edelmetallpreise bereits wieder deutlich erholt. Die Furcht vor einer aus dem Ruder laufenden Inflation belastet derzeit auch Indien-Fonds.

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